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Airbus und Air France freigesprochen nach Flugzeugabsturz

Gericht findet keine Beweise für fahrlässige Tötung im Prozess um Air-France-Absturz

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Airbus und Air France freigesprochen nach Flugzeugabsturz

Das Pariser Gericht hat heute Airbus und Air France im Prozess um das schlimmste Flugzeugunglück Frankreichs freigesprochen. Im Jahr 2009 kam es zum Absturz einer Air-France-Maschine zwischen Rio de Janeiro und Paris, bei dem 228 Menschen ihr Leben verloren. Der Verdacht der fahrlässigen Tötung konnte den Konzernen nun nicht nachgewiesen werden. Obwohl sie teils nachlässig oder unvorsichtig gehandelt hätten, lasse sich kein eindeutiger Kausalzusammenhang zum Unglück herstellen, so die Vorsitzende Richterin Sylvie Daunis. Beide Unternehmen hatten die Verantwortung für den Absturz von sich gewiesen und einen Freispruch gefordert. Auch die Anklage hatte aus Mangel an Beweisen auf Freispruch plädiert.

Im Prozess ging es darum, ob Airbus und Air France ein Problem mit den Geschwindigkeitsmessern unterschätzt hatten. Die Air-France-Maschine des Flugs AF 447 geriet am 1. Juni 2009 in eine Unwetterfront und stürzte in den Atlantik. Die mit der Situation überforderten Piloten steuerten das Flugzeug daraufhin steil nach oben, woraufhin die Maschine in weniger als fünf Minuten in den Atlantik stürzte. Ein Expertengutachten von 2012 urteilte, dass die Crew nach dem Ausfall der Pitot-Sonden mit der Lage überfordert gewesen sei. Eigentlich hätte die Situation beherrschbar sein müssen. Die Pitot-Sonden wurden bei allen Modellen ausgetauscht, und das Flugpersonal von Air France wird seitdem besser für Notsituationen geschult.

In dem Prozess wurde Airbus vorgeworfen, die Folgen eines Ausfalls der Pitot-Sonden für die Geschwindigkeitsmessung unterschätzt zu haben. Air France soll seine Piloten nicht ausreichend geschult und auf eine Extremsituation wie bei dem Unglücksflug vorbereitet haben, hieß es in der Anklage. Die Daten der Flugschreiber ergaben, dass die Piloten vor allem auf Warnungen vor einem Strömungsabriss an den Tragflächen falsch reagiert hatten. Dies ließ den Jet schnell an Höhe verlieren und schließlich abstürzen. Die Überzieh-Warnung schwieg zwischendurch aber, als eine bestimmte Geschwindigkeit unterschritten wurde, das Flugzeug also längst nicht mehr flog, sondern nur noch durchsackte. Warum die Piloten so handelten, wie sie es taten, wird wohl unklar bleiben, so die Staatsanwaltschaft.

Der Prozess begann im Oktober 2022 und wurde nun nach fast sechs Monaten mit dem Freispruch der Konzerne beendet. Der Absturz der Air-France-Maschine ist bis heute eines der schlimmsten Flugzeugunglücke in der Geschichte. Die Opfer des Unglücks werden in Erinnerung bleiben, und die Ursachen des Absturzes werden weiterhin untersucht und diskutiert.

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