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Airbus halbiert Gewinn: Umsatz steigt trotzdem

Milliarden-Abschreibung im Satelliten-Geschäft und teurer Produktionshochlauf belasten Ergebnis

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Airbus halbiert Gewinn: Umsatz steigt trotzdem

Der Flugzeugbauer Airbus hat im ersten Halbjahr 2024 eine deutliche Einbuße beim Gewinn verzeichnet, trotz einer Umsatzsteigerung. Grund hierfür sind Abschreibungen in Höhe von fast einer Milliarde Euro im Bereich des Satelliten-Geschäfts sowie die hohen Kosten beim Hochlauf der Flugzeugproduktion. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank fast um die Hälfte auf 1,39 Milliarden Euro, nachdem es im Vorjahr noch 2,62 Milliarden Euro betragen hatte. Der Umsatz stieg hingegen um vier Prozent auf 28,8 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.

Airbus-Chef Guillaume Faury kündigte an, dass die Satelliten-Sparte Space Systems grundlegend umstrukturiert werden soll. Diese Maßnahmen könnten von Sanierungen über Kooperationen bis hin zu Käufen und Verkäufen reichen. Konkrete Gespräche gibt es bereits mit den Unternehmen Thales aus Frankreich und Leonardo aus Italien. Ziel der Gespräche ist es, die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der Raumfahrt gegenüber den USA und China zu stärken. Die Konkurrenz von neuen Anbietern wie SpaceX, die Satelliten kostengünstiger ins All bringen, setzt Airbus zusätzlich unter Druck.

Im ersten Halbjahr 2024 hat Airbus in der Raumfahrt-Sparte, zu der auch das Satelliten-Geschäft gehört, 989 Millionen Euro abgeschrieben. Betroffen sind insbesondere das „OneSat“-Projekt und das Egnos-System, das für präzisere Navigationssignale sorgt. Faury sprach in diesem Zusammenhang von erheblichen Belastungen und kündigte ein Kostensparprogramm als erste Maßnahme an. Bis September sollen konkrete Maßnahmen vorgestellt werden, um die Ursachen der finanziellen Belastungen anzugehen.

Im Bereich des Verkehrsflugzeugbaus, der als Kerngeschäft von Airbus gilt, liegt der Fokus darauf, die Produktion hochzufahren und gleichzeitig die Herausforderungen in der Lieferkette zu bewältigen. Wegen Verzögerungen bei Zulieferern, insbesondere von Triebwerken und Kabinenteilen, hatte Faury bereits Ende Juni die Gewinn- und Absatzerwartungen für 2024 nach unten korrigiert. Statt der ursprünglich erwarteten 800 Flugzeuge sollen nun nur noch 770 ausgeliefert werden. Im ersten Halbjahr wurden 323 Verkehrsflugzeuge an Kunden übergeben, sieben mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Situation bei den Zulieferern hatte sich im Juni weiter verschärft, was zusätzliche Herausforderungen für Airbus mit sich brachte. Trotz dieser Schwierigkeiten soll das bereinigte Ebit für das gesamte Jahr 2024 auf etwa 5,5 Milliarden Euro zurückgehen, gegenüber 5,8 Milliarden Euro im Vorjahr. Airbus steht somit vor großen Herausforderungen, doch der Konzern sieht auch Chancen, insbesondere durch die geplanten Umstrukturierungen und Kostensparmaßnahmen in der Satelliten-Sparte.

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