Airbus-Aktie setzt Erholung nach Lieferdaten fort
Auslieferungen lagen leicht über gekürzter Prognose und stützen Anlegervertrauen

Der Flugzeugbauer Airbus bleibt an den Finanzmärkten weiter im Fokus der Anleger. Nach einem Bericht über die leicht übertroffene Auslieferungsprognose für das vergangene Jahr zeichnete sich zum Wochenbeginn eine Fortsetzung der jüngsten Kurserholung ab. Die im deutschen Leitindex DAX gelisteten Aktien des Konzerns legten im vorbörslichen Handel leicht zu und knüpften damit an die deutlichen Gewinne vom Ende der vergangenen Woche an.
Auslöser der positiven Tendenz ist ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft. Demnach hat Airbus im abgelaufenen Jahr insgesamt 793 Flugzeuge an Kunden ausgeliefert. Damit übertraf der Konzern das zuletzt im Dezember angepasste Ziel leicht. Ursprünglich hatte der Hersteller für das Jahr eine Auslieferung von 820 Maschinen angestrebt, diese Prognose jedoch aufgrund technischer Probleme nach unten korrigiert.
Konzernchef Guillaume Faury hatte Anfang Dezember erklärt, dass Mängel an Rumpfteilen eines Zulieferers eine Anpassung der Zielmarke erforderlich machten. In der Folge senkte Airbus die geplanten Auslieferungen auf 790 Flugzeuge. Die nun gemeldete Zahl liegt knapp darüber und wird am Markt als Zeichen operativer Stabilisierung gewertet, auch wenn die Belastungen in der Produktion noch nicht vollständig überwunden sind.
In den vergangenen Monaten hatte die Aktie des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns eine wechselhafte Entwicklung gezeigt. Nach einem Rekordhoch von knapp 217 Euro im Oktober kam es im weiteren Jahresverlauf zu deutlichen Kursrückgängen. Neben den Problemen mit den Rumpfteilen belasteten auch zusätzliche Überprüfungen zahlreicher Maschinen den operativen Ablauf und das Anlegervertrauen.
Seit Mitte Dezember ist jedoch eine Erholung zu beobachten. Marktteilnehmer verweisen darauf, dass die bestätigten Auslieferungszahlen die Erwartung stützen, dass Airbus die Produktionsschwierigkeiten schrittweise in den Griff bekommt. Die leichte Übererfüllung des gekürzten Ziels wird dabei als Signal gesehen, dass der Konzern trotz widriger Umstände in der Lage ist, seine operative Leistungsfähigkeit zu stabilisieren.
Vor diesem Hintergrund richtet sich der Blick der Investoren nun verstärkt auf die anstehenden offiziellen Unternehmenszahlen. Diese dürften weiteren Aufschluss darüber geben, wie nachhaltig die aktuelle Erholung ist und welche Perspektiven Airbus für das laufende Jahr sieht. Die Aktie bleibt damit ein zentraler Gradmesser für die Stimmung im europäischen Luftfahrt- und Rüstungssektor.
