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Air Canada beendet Streik nach Einigung

Kabinenpersonal erhält erstmals Bezahlung für Tätigkeiten am Boden

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Air Canada beendet Streik nach Einigung

Der Streik bei Air Canada ist beendet, nachdem sich die Fluggesellschaft und die Gewerkschaft des Kabinenpersonals CUPE auf eine vorläufige Vereinbarung verständigt haben. Kernpunkt der Einigung ist, dass das Kabinenpersonal künftig auch für Tätigkeiten am Boden entlohnt wird. Damit ist einer der zentralen Streitpunkte gelöst, der den seit Tagen andauernden Arbeitskampf ausgelöst hatte. Bislang erhielten die Flugbegleiter nur für die Zeit eine Vergütung, in der sich das Flugzeug tatsächlich bewegte. Nun soll auch das Boarding der Passagiere sowie weitere Vorbereitungsarbeiten berücksichtigt werden.

In ihrer Stellungnahme erklärte die Gewerkschaft, dass die Phase unbezahlter Arbeit damit vorbei sei. Die Einigung wurde als vorläufig bezeichnet, da die Mitglieder noch über die Annahme abstimmen müssen. Zuvor hatte ein Schiedsgericht den Ausstand für illegal erklärt und die sofortige Rückkehr an die Arbeitsplätze angeordnet. Das Kabinenpersonal hatte sich dieser Aufforderung jedoch widersetzt. Auch eine frühere Anordnung des Canada Industrial Relations Board war ignoriert worden.

Der Streik hatte erhebliche Auswirkungen auf den Flugverkehr in Kanada und darüber hinaus. Air Canada, die größte Fluggesellschaft des Landes, musste zahlreiche Verbindungen inmitten der Sommerreisezeit streichen. Nach Unternehmensangaben waren rund 500.000 Reisende von den Ausfällen betroffen. Normalerweise führt die Airline täglich etwa 700 Flüge durch und befördert etwa 130.000 Passagiere. In vielen Ländern strandeten Urlauber, während in Kanada an den Flughäfen Passagiere an streikenden Flugbegleitern vorbeigingen.

Die wirtschaftlichen Folgen für Air Canada sind beträchtlich. Wegen der Flugausfälle und der zusätzlichen Kosten zog das Unternehmen seine Prognose für das Sommerquartal und das Gesamtjahr 2025 zurück. Damit trifft der Arbeitskampf die Airline in einer besonders wichtigen Reisezeit. Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und dem Unternehmen liefen bereits seit rund acht Monaten, bevor es zu dem Ausstand kam.

Die Gewerkschaft CUPE, die rund 10.000 Flugbegleiter vertritt, erhielt während des Streiks Unterstützung von weiteren kanadischen Gewerkschaften. Präsident Mark Hancock betonte mehrfach die Entschlossenheit, für die Forderungen einzutreten, auch wenn dies persönliche Konsequenzen für ihn haben könnte. Vor dem Flughafen in Toronto zerriss er öffentlich eine Kopie der gerichtlichen Rückkehranordnung. Die Einigung mit Air Canada wird nun von den Mitgliedern geprüft, deren Votum über die endgültige Annahme entscheiden soll.

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