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Agility Robotics geht per SPAC-Deal mit 2,5 Milliarden Dollar an die Börse

Der Hersteller humanoider Roboter fusioniert mit Michael Kleins Zweckgesellschaft Churchill Capital und erwartet über 600 Millionen Dollar Bruttoerlös.

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Agility Robotics geht per SPAC-Deal mit 2,5 Milliarden Dollar an die Börse

Agility Robotics, ein US-amerikanisches Startup für menschenähnliche Roboter, plant seinen Börsengang über eine Fusion mit der Zweckgesellschaft Churchill Capital Corp. XI des bekannten Dealmakers Michael Klein. Das Unternehmen wird dabei mit rund 2,5 Milliarden Dollar bewertet. Die Aktien sollen künftig unter dem Tickersymbol AGLT gehandelt werden. Dies berichteten Führungskräfte des Unternehmens gegenüber dem Wall Street Journal.

Aus der Transaktion erwarten die beteiligten Unternehmen einen Bruttoerlös von über 600 Millionen Dollar. Davon stammen 420 Millionen Dollar aus den Barmitteln von Churchill XI. Weitere mehr als 200 Millionen Dollar fließen über eine Privatplatzierung, ein sogenanntes PIPE-Investment (Private Investment in Public Equity), in das Unternehmen. Angeführt wird diese Privatplatzierung vom taiwanesischen Elektronik-Auftragsfertiger Foxconn, der bereits zu den bestehenden Investoren von Agility zählt.

Das Flaggschiff-Produkt: Der humanoide Roboter Digit

Das bekannteste Produkt von Agility Robotics ist der humanoide Roboter mit dem Namen Digit. Dieser Roboter ist darauf ausgelegt, repetitive und körperlich anspruchsvolle Aufgaben in Fertigungsanlagen und Lagerhäusern zu übernehmen. Konkret hilft Digit bei der Automatisierung von Tätigkeiten wie dem Bewegen und Stapeln schwerer Behälter – Aufgaben, die bislang von menschlichen Arbeitskräften erledigt werden mussten.

Zu den Kunden von Agility zählen laut Unternehmensangaben namhafte Konzerne: Der E-Commerce-Riese Amazon setzt die Roboter bereits in seinen Lagern ein. Hinzu kommen das Logistikunternehmen GXO, der deutsche Automobilzulieferer Schaeffler sowie Toyota Motor Manufacturing Canada. Diese Kundenliste verdeutlicht, dass Agility bereits in verschiedenen Industriezweigen Fuß gefasst hat.

Wettbewerb im boomenden Markt für humanoide Roboter

Der Markt für humanoide Roboter wächst rasant und zieht immer mehr Akteure an. Agility Robotics steht dabei im direkten Wettbewerb mit etablierten Technologiekonzernen wie Tesla, das mit seinem Optimus-Roboter in den Markt drängt, sowie Boston Dynamics, einem der bekanntesten Namen in der Robotik-Branche. Darüber hinaus konkurriert Agility mit aufstrebenden Startups wie Figure AI und Apptronik.

SPAC-Transaktionen – also Börsengänge über sogenannte Blank-Check-Gesellschaften – waren besonders in den Jahren 2020 und 2021 äußerst populär, haben seitdem jedoch an Schwung verloren. Für Agility bietet dieser Weg dennoch eine attraktive Möglichkeit, schnell Kapital an den öffentlichen Märkten zu beschaffen und gleichzeitig die Bewertung des Unternehmens zu fixieren. Michael Klein gilt als einer der erfahrensten SPAC-Dealmaker der Wall Street und hat bereits zahlreiche solcher Transaktionen erfolgreich begleitet.

Die Beteiligung von Foxconn als Lead-Investor im PIPE ist strategisch bedeutsam. Der taiwanesische Konzern, der weltweit als wichtigster Auftragsfertiger für Apple bekannt ist, baut sein Engagement in der Robotik und Automatisierung gezielt aus. Die Kombination aus industrieller Fertigungsexpertise und dem Wachstumsmarkt humanoider Roboter macht Agility zu einem interessanten Kandidaten für Investoren, die auf die Automatisierung der Arbeitswelt setzen.

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