Adidas verzeichnet starken Verkauf der "Yeezys"
Hohe Bestellungen für "Yeezy"-Schuhe: Adidas plant Spenden an Antidiskriminierungsorganisationen

Adidas verzeichnet hohe Nachfrage und überraschend starke Verkäufe der "Yeezy"-Sportschuhe nach der Trennung von Kanye West. Der erste Verkauf der von dem Rapper designten Schuhe erzielte Bestellungen im Wert von 508 Millionen Euro für vier Millionen Paar Schuhe. Obwohl das Unternehmen nicht alle Bestellungen erfüllen konnte, zeigte sich eine höhere Nachfrage als erwartet. Kunden mussten sich online registrieren, um die begehrten "Yeezys" zu bestellen.
Die Entscheidung, die "Yeezy"-Schuhe zu verkaufen, kam nachdem Adidas die Kooperation mit Kanye West im vergangenen Herbst beendet hatte. Der Rapper hatte zuvor mehrfach antisemitische Äußerungen getätigt. Der neue Adidas-Chef Bjørn Gulden kündigte an, einen Teil der Erlöse an Organisationen zu spenden, die sich gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus einsetzen. Dadurch konnte ein operativer Verlust von etwa 500 Millionen Euro vermieden werden, der bei einer Entsorgung der Schuhe angefallen wäre.
Die Ankündigung führte dazu, dass die Adidas-Aktie zeitweise als stärkster DAX-Titel gehandelt wurde. Investoren zeigten sich erfreut über die Senkung des Verlustrisikos aus der früheren Partnerschaft mit dem umstrittenen Rapper. Seit Jahresbeginn hat die Aktie gut ein Drittel an Wert gewonnen. Adidas wird seine Quartalszahlen am 3. August bekannt geben, wodurch weitere Einblicke in die Geschäftsentwicklung erwartet werden.
