Adidas-Aktie steigt 5,8% nach Aktienrückkauf und starkem Quartal
Sportartikelhersteller kündigt 1-Milliarden-Euro-Rückkaufprogramm an und übertrifft Umsatzerwartungen im vierten Quartal.

Die Adidas-Aktie legte am Freitag kräftig zu, nachdem der DAX-Konzern ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm und vorläufige Quartalszahlen präsentiert hatte. Das Papier gewann kurz nach Handelsbeginn 5,8 Prozent auf 151,75 Euro.
Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller kündigte ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde Euro (1,2 Milliarden US-Dollar) an, das im Februar startet. Das Unternehmen begründet den Schritt mit der "positiven Markendynamik und Cashflow-Generierung" sowie robusten Fundamentaldaten. Das Management unterstreicht damit sein Vertrauen in die künftige Entwicklung des Konzerns.
Im vierten Quartal steigerte Adidas den Umsatz auf 6,08 Milliarden Euro, nach 5,97 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Die Kernmarke Adidas wuchs währungsbereinigt um elf Prozent – ein deutliches Signal für die anhaltende Stärke im Wettbewerb mit Konkurrenten wie Nike und Puma.
Aktie erholt sich nach schwierigem Jahr
Trotz des aktuellen Kursanstiegs bleibt die Adidas-Aktie unter Druck. Seit Jahresbeginn verlor das Papier 15 Prozent an Wert, über die vergangenen zwölf Monate summiert sich das Minus auf 45 Prozent. Der Aktienrückkauf könnte nun als Katalysator für eine nachhaltige Erholung dienen.
Das Rückkaufprogramm signalisiert, dass Adidas über ausreichend liquide Mittel verfügt und das Management die eigene Aktie als attraktiv bewertet. Für Anleger ist dies typischerweise ein positives Signal, da Aktienrückkäufe den Gewinn je Aktie erhöhen und oft auf eine Unterbewertung hindeuten.
Die endgültigen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr wird Adidas in den kommenden Wochen vorlegen. Analysten erwarten dann auch konkrete Aussagen zur Entwicklung im laufenden Jahr und zur strategischen Ausrichtung des Konzerns.
