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Zodiac Gold entdeckt kritische Mineral- und Goldanomalien in Liberia

Der Goldexplorer schließt Bodenproben über 530 Quadratkilometer ab und identifiziert Anomalien für Gold, Nickel, Kobalt, Chrom und Kupfer.

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Zodiac Gold entdeckt kritische Mineral- und Goldanomalien in Liberia

Zodiac Gold Inc. (TSXV: ZAU) (OTCQB: ZAUIF) (FSE: K19) hat eine bodengeochemische Untersuchung über einer Fläche von 530 Quadratkilometern abgeschlossen. Dabei identifizierte das westafrikanische Goldexplorationsunternehmen Anomalien für Gold, Nickel, Kobalt, Chrom und Kupfer innerhalb seiner Lizenzen, die insgesamt 2.316 Quadratkilometer umfassen. Die Ergebnisse wurden am 28. September 2026 in Vancouver (British Columbia) veröffentlicht.

Die Resultate decken sich mit einem nationalen Stromsediment-Survey, den das liberianische Ministerium für Bergbau und Energie in Zusammenarbeit mit der Chinesischen Geologischen Untersuchungsstelle durchgeführt hat. Sie deuten auf das Potenzial eines polymetallischen Mineralsystems hin sowie auf unterliegende mafische Lithologien, die in der gesamten Region als hochgradig vielversprechend für Gold gelten.

Besonders bemerkenswert: Die Stromsediment-Proben im Lizenzpaket von Zodiac Gold gehören laut der Analyse nationaler Karten zu den 0,5 Prozent anomalen Gebieten des nationalen Datensatzes für sechzehn Elemente. Dazu zählen Chrom, Kobalt, Lanthan, Blei, Lithium, Mangan, Nickel, Niob, Samarium, Silber, Tantal, Zinn, Uran, Vanadium, Zink und Zirkon. Jedes dieser Elemente ist auf der Liste der kritischen Mineralien des USGS (United States Geological Survey) aus dem Jahr 2025 als kritisches Mineral eingestuft.

Die Details

Das Bodenproben-Programm umfasste 10.661 Proben und deckte 530 Quadratkilometer der Lizenzen Bomi South und Bong West ab. Beprobt wurde mit einem Linienabstand von 500 Metern und Probepunkten alle 100 Meter entlang jeder Linie. Laboranalytische Goldbestimmungen (Assays) liegen für 9.160 Proben vor; bisher wurden 2.270 Proben mit einem tragbaren Röntgenfluoreszenzgerät (pXRF) gescannt, um Multielementdaten zu erhalten. Zusätzliche Ergebnisse sollen bekannt gegeben werden, sobald weitere Daten verfügbar sind.

Die Ergebnisse zeigen eine gleichzeitige Anomalie von Gold und Arsen in diskreten, ost-westlich verlaufenden Zonen über dem untersuchten Gebiet, wobei einzelne Anomalien bis zu 2,5 Kilometer lang sein können. Eine andere Zone weist Goldanomalien mit Ergebnissen bis zu 1,16 g/t Au in unmittelbarer Nähe zu einer nordwestlich verlaufenden Struktur der Todi-Verwerfungszone auf. Zudem wurden bisher unbekannte handwerkliche Abbauarbeiten identifiziert. Lithologien, die aus luftgestützten magnetischen Daten entlang dieses Trends interpretiert wurden und vor Ort weiterverfolgt werden sollen, umfassen mögliche Itabirit- +/- mafische/ultramafische Greenstone-Einheiten, granitisierte Greenstones und mafische Amphibolite.

Die Multielement-pXRF-Daten für 45 Elemente werden auf Gold-Pfadfinder und kritische Mineralien hin ausgewertet und gegen den nationalen Stromsediment-Survey mit 616 Proben benchmarked. Die wichtigsten Werte im Überblick:

  • Nickel: Spitzenwert im Stromsediment-Survey in den oberen 0,5 Prozent des nationalen Surveys; höchster pXRF-Bodenwert von 686 ppm, wobei Nickel parallel zu Chrom ansteigt.
  • Kobalt: Spitzenwert im Stromsediment-Survey in den oberen 0,5 Prozent des nationalen Surveys; höchster pXRF-Bodenwert von 894 ppm.
  • Chrom: Spitzenwert im Stromsediment-Survey in den oberen 0,5 Prozent des nationalen Surveys; höchster pXRF-Bodenwert von 3.368 ppm, wobei 14 Proben mit Werten über 1.000 ppm in zwei Clustern konzentriert sind.
  • Kupfer: Teile der Lizenz liegen innerhalb der höchsten Klasse des nationalen Surveys; höchster pXRF-Bodenwert von 512 ppm.
  • Seltene Erden: Nachweisbare Seltene-Erden-Elemente einschließlich Cer (bis zu 253 ppm), Lanthan (bis zu 176 ppm) und Yttrium (bis zu 63 ppm) sowie isoliertere Neodym- und Praseodym-Anomalien (bis +200 ppm). Die Bereiche mit den höchsten Seltenen-Erden-Stromsedimentwerten wurden noch nicht beprobt.
  • Zusätzliche kritische Mineralien: Vanadium bis zu 709 ppm, Niob bis zu 61 ppm, Barium bis zu 3.002 ppm, Zink bis zu 200 ppm, Blei bis zu 167 ppm, Mangan bis zu 2.291 ppm.

"Das Bodenproben-Programm bietet zusätzliche Unterstützung für unsere Überzeugung in die hohe Prospektivität unseres lizenzierten Areals im Distriktmaßstab, nicht nur für Gold, sondern potenziell auch für kritische Mineralien und Eisenerz", sagte David Kol, CEO von Zodiac Gold. Die nationalen Survey-Daten des Ministeriums hätten zunächst auf das Potenzial kritischer Mineralien in diesem Lizenzpaket hingewiesen. Was das eigene Boden- und pXRF-Programm nun bestätige, sei, dass diese Indikationen real seien, über mehrere Kilometer hinweg kohärent seien und sich auf mehrere Elemente erstreckten.

Kol fügte hinzu, dass Gold die oberste Priorität des Unternehmens bleibe, die Signatur kritischer Mineralien innerhalb des Lizenzpakets jedoch eine bedeutende zusätzliche Chance darstellen könne. Dies stehe direkt im Einklang mit der Priorität, die derzeit von den Vereinigten Staaten und ihren G7-Verbündeten geteilt werde: diversifizierte, zuverlässige Lieferungen kritischer Mineralien aus vertrauenswürdigen Partnerjurisdiktionen zu sichern und die Abhängigkeit von einem einzigen dominanten Lieferanten zu verringern. Liberia – ein langjähriger Partner der Vereinigten Staaten mit einer auf US-Dollar basierenden Wirtschaft, einem englischsprachigen Common-Law-Geschäftsumfeld und engen historischen Bindungen an die USA – sei gut positioniert, um zu diesen verbündeten Lieferketten beizutragen.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 20.04.2026 berichtete aktien.news, dass Zodiac Gold ein distriktweites Goldsystem bei Ben Ben in Liberia bestätigt habe. Damals meldete das Unternehmen aus dem Schürfgraben BBT004 einen Abschnitt von 56 Metern mit 0,40 g/t Gold, darunter mehrere hochgradige Einzelmeter mit bis zu 1,21 g/t Au. Das Zielgebiet Ben Ben liegt 1,3 Kilometer entlang des Streichens der Arthington-Entdeckung innerhalb eines 16 Kilometer langen Gold-in-Boden-Korridors.

Am 26.05.2026 folgte die Meldung, dass Zodiac Gold eine breite Goldzone bestätigt und Bohrungen bei Ben Ben North gestartet habe. Die Ergebnisse bestätigten eine nordwestlich verlaufende mineralisierte Zone mit einer Streichlänge von 700 Metern und einer Breite von bis zu 56 Metern; das Unternehmen sah Potenzial für eine Erweiterung in beide Richtungen.

Am 14.07.2026 berichtete aktien.news über den Start eines neuen Diamantbohrprogramms auf der Flaggschiff-Entdeckung Arthington. Das Programm umfasste mindestens 3.000 Bohrmeter und konnte je nach Ergebnissen auf bis zu 5.000 Meter ausgeweitet werden. Es ist Teil der distriktweiten Explorationsstrategie 2026 entlang des 16 Kilometer langen Monterra-Trends auf dem Goldprojekt Todi.

Am 15.09.2026 meldete Zodiac Gold außergewöhnliche Ergebnisse vom Zielgebiet Lewis North: Der Graben LWT003 durchteufte 58 Meter mit 3,15 g/t Gold, einschließlich 11 Metern mit 15,40 g/t Au sowie einer 1-Meter-Probe mit 158 g/t Au. LWT003 liegt etwa 310 Meter westlich des zuvor gemeldeten Grabens LWT001.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist die Meldung insofern relevant, als Zodiac Gold mit den neuen Bodendaten sein Lizenzpaket nicht mehr nur als reines Goldprojekt positioniert, sondern zunehmend als potenzielles polymetallisches System. Die in den Bodendaten am stärksten ausgeprägten Elemente Nickel, Kobalt, Chrom und Kupfer sind allesamt von den USA als kritische Mineralien eingestuft. Chrom gilt als strategischer Rohstoff für Edelstahl und Verteidigungs-Superlegierungen, während Nickel und Kobalt Kernmetalle der Batteriewertschöpfungskette sind.

Allerdings handelt es sich bislang um geochemische Anomalien und nicht um nachgewiesene Ressourcen. Das Unternehmen selbst betont, dass die Realisierung dieses Potenzials von erfolgreicher Follow-up-Exploration und Studien zu prioritären Zielen abhängt. Anleger sollten die Ergebnisse daher als Explorationsfortschritt einordnen, nicht als gesicherte wirtschaftliche Lagerstätte. Die Aktie notierte zuletzt bei 0,33 (Veränderung: +0,02 / -4,35 Prozent); der Wert ist an der TSXV unter dem Kürzel ZAU, am OTCQB als ZAUIF und an der Frankfurter Börse unter K19 handelbar.

Ausblick

Das Unternehmen plant, diese Ergebnisse in die laufenden Arbeiten am Todi-Goldprojekt zu integrieren – einschließlich des aktiven Diamantbohrprogramms mit 14.000 Metern an den Standorten Arthington und Lewis entlang des Monterra-Trends. Die hier identifizierten Nickel-Kobalt-Chrom-Kupfer- sowie Gold-Arsen-Trends sollen zur weiteren Verfolgung durch nachgelagerte Bodenprobenahmen und geologische Kartierung priorisiert werden. Anschließende Grabungen und Zieldefinitionen hängen von den Ergebnissen ab. Weitere Analyseergebnisse sollen bekannt gegeben werden, sobald zusätzliche Daten verfügbar sind.

Zur Methodik: Die geplanten Standorte für Bodenproben wurden per Hand-GPS navigiert und bei Ankunft auf potenzielle Kontaminationsquellen überprüft. Ein 50 bis 60 Zentimeter tiefes Loch wurde gegraben, etwa 2 bis 3 Kilogramm Material vom Lochboden wurden entnommen. Die Proben wurden bei Liberia Geochemical Services Inc. in Monrovia getrocknet und mit einem 80-Mesh-Sieb (177 Mikrometer) gesiebt. Die Analyse erfolgte durch 50-Gramm-Feuerprobe mit atomarer Abschlussspektroskopie (Methode Au-AA24) im ALS Geochemistry-Labor in Kumasi, Ghana. Das pXRF-Scanning führte das Feldteam von Zodiac Gold mit einem Evident Vanta Max XRF-Analysator durch.

Kurz erklärt

  • pXRF: Ein tragbares Röntgenfluoreszenzgerät misst die Elementzusammensetzung von Proben direkt im Feld.
  • Stromsediment-Survey: Eine geochemische Übersichtsbeprobung von Flusssedimenten, die Rückschlüsse auf mineralisierte Gesteine im Einzugsgebiet erlaubt.
  • ppm: Die Abkürzung steht für "parts per million" und bezeichnet den Anteil eines Elements in einer Probe.
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