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Zinssenkung in China bleibt ohne großen Effekt

Anleger zurückhaltend – Technologiewerte in Japan profitieren von US-Börsen

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Zinssenkung in China bleibt ohne großen Effekt

Die chinesische Zentralbank, die People's Bank of China (PBOC), hat den Leitzins gesenkt, was von den Anlegern erwartet wurde, da die Wirtschaft des Landes weiterhin schwächelt. Trotz dieses Zinsschrittes blieben die Reaktionen an den chinesischen Märkten verhalten. Die Börse in Shanghai zeigte sich uneinheitlich und schwankte zwischen Verlusten und Gewinnen. Letztendlich notierte der Shanghai Composite Index mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent bei 3275 Punkten. Der CSI-300-Index, der die wichtigsten 300 chinesischen Unternehmen umfasst, stieg ebenfalls um 0,4 Prozent und erreichte 3940 Punkte.

Die zuvor geäußerte Hoffnung auf positive Auswirkungen der Ende September angekündigten Konjunkturmaßnahmen der chinesischen Regierung wich in den letzten Tagen zunehmender Zurückhaltung. Investoren warten weiterhin auf konkrete Informationen zu den geplanten fiskalischen Unterstützungsmaßnahmen. Diese Details könnten laut Einschätzungen von Analysten erst Ende Oktober oder Anfang November nach der Sitzung des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses bekanntgegeben werden.

Währenddessen legte der japanische Nikkei-Index in Tokio um 0,3 Prozent auf 39.110 Punkte zu, angetrieben durch Gewinne im Technologiesektor. Der breiter gefasste Topix blieb mit 2689 Punkten nahezu unverändert. Der positive Trend im Technologiesektor war vor allem auf den Anstieg der <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3ANFLX">Netflix-Aktien in den USA zurückzuführen, die nach starken Quartalsergebnissen deutlich zulegen konnten. Dies wirkte sich positiv auf japanische Technologiewerte aus, darunter der Hersteller von Halbleiter-Testgeräten Advantest, dessen Aktien um 2,2 Prozent stiegen, sowie der Chipanlagenbauer Tokyo Electron, der ein Plus von 1,1 Prozent verzeichnete.

Trotz der positiven Entwicklungen im Technologiesektor herrschte in anderen Bereichen des Nikkei-Index Vorsicht. Analysten führen dies auf die bevorstehenden Unternehmensergebnisse sowie die am 27. Oktober anstehenden Parlamentswahlen in Japan zurück. Zu den größten Verlierern des gestrigen Tages gehörten der Einzelhandelskonzern Fast Retailing, der um 0,2 Prozent nachgab, sowie der Telekommunikationsanbieter KDDI mit einem Minus von 0,8 Prozent und der Pharmakonzern Daiichi Sankyo, dessen Aktien um 1,3 Prozent fielen.

Am Rohstoffmarkt stabilisierten sich die Ölpreise nach deutlichen Verlusten in der Vorwoche. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 73,20 Dollar pro Barrel, während US-Rohöl der Sorte WTI um 0,4 Prozent auf 69,50 Dollar zulegte.

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