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Wiedergeburt des Zinses stärkt Helaba

Optimismus trotz Immobilienmarkt-Turbulenzen

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Wiedergeburt des Zinses stärkt Helaba

Die Landesbank Hessen-Thüringen, besser bekannt als Helaba, setzt sich trotz gegenwärtiger Belastungen im Immobiliensektor ambitionierte Ziele. Ein entscheidender Faktor für den Optimismus des Instituts ist die "Wiedergeburt des Zinses". Dies könnte zu einem Vorsteuergewinn von mehr als 700 Millionen Euro im laufenden Jahr führen, wie Vorstandschef Thomas Groß kürzlich in Frankfurt betonte. Diese positive Entwicklung im Zinsgeschäft und das Streben nach nachhaltiger Wirtschaft bieten Helaba enorme Geschäftsmöglichkeiten.

Trotz der aktuellen Turbulenzen im Immobilienbereich, insbesondere im gewerblichen Sektor, hat Helaba ihre mittelfristigen Ziele angepasst. Anstatt eines zuvor erwarteten Vorsteuergewinns von 500 Millionen Euro peilt das Institut jetzt 750 Millionen Euro an. "Mittelfristig" interpretiert Helaba als einen Zeitraum von ungefähr drei Jahren. Die Bank strebt auch im Geschäft mit ihren Trägersparkassen, insbesondere beim Provisionsüberschuss und beim Verbundnutzen, einen Anstieg von 500 auf 750 Millionen Euro an.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Helaba zu fast 70 Prozent den Sparkassen in Hessen und Thüringen gehört. Daher spielt nicht nur der Gewinn und die Ausschüttung der Helaba für die Eigentümer eine zentrale Rolle, sondern auch der Mehrwert, den die Landesbank für das gesamte Finanznetzwerk generiert.

Interessanterweise sind sie nicht die einzige Bank in Deutschland, die ihre Gewinnerwartungen in die Höhe korrigiert hat. Große Namen wie die DZ Bank und die Commerzbank haben ebenfalls ihre Prognosen angepasst. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Helaba mit einem Vorsteuergewinn von 633 Millionen Euro den höchsten jemals erzielten Gewinn. Doch im Vergleich zu anderen Großbanken wie BayernLB und LBBW schnitt sie leicht schwächer ab.

Allerdings sind die Herausforderungen im Immobiliensektor nicht zu ignorieren. Die Helaba hatte im ersten Halbjahr Belastungen von 225 Millionen Euro zu verkraften, hauptsächlich aufgrund des rasanten Anstiegs der Zinssätze. Dies hat vor allem die gewerbliche Immobilienfinanzierung der Helaba beeinflusst. Die gesamte Branche ist wegen der gestiegenen Zinsen und Baukosten belastet, und die Situation bei Gewerbeimmobilien wird durch den Trend zum Homeoffice weiter verschärft.

Viele Institute glauben, dass eine Erholung erst in zwei Jahren in Sicht ist, daher das Motto "Survive 'til 25". Pessimistischere Prognosen gehen von einer dreijährigen Dauer der Krise aus, gemäß dem Spruch: "Es geht nix bis 26."

Ungeachtet dieser Widrigkeiten betonte Groß, dass Helaba aufgrund ihrer Diversifizierung in verschiedenen Geschäftsfeldern gut aufgestellt ist. Dabei setzt er in den kommenden Jahren besonders auf das Transaction Banking, das Asset-Management und das Private Banking. Es sind diese "nachhaltigen Wachstumsfelder", die das Institut weiter vorantreiben werden.

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