Whirlpool plant Aktienverkauf – Kurs bricht nachbörslich ein
Der US-Haushaltsgerätehersteller Whirlpool will neue Aktien ausgeben und kämpft mit einer Schuldenlast von 6,5 Milliarden Dollar.

Whirlpool hat angekündigt, neue Aktien auszugeben – und die Anleger reagierten prompt mit Verkäufen. Nachbörslich verlor die Aktie des in Michigan ansässigen Haushaltsgeräteherstellers rund 6 Prozent an Wert. Die Sorge vor einer Verwässerung der bestehenden Anteile trieb den Kursrückgang an.
Wie viele neue Aktien genau ausgegeben werden sollen, ließ Whirlpool in seiner Mitteilung offen. Dieser Mangel an Klarheit dürfte die Unsicherheit der Investoren zusätzlich verstärkt haben. In den vergangenen zwölf Monaten hat das Papier bereits rund 18 Prozent an Wert verloren.
Hohe Schulden belasten das Unternehmen
Der Hintergrund der Kapitalmaßnahme ist die angespannte Finanzlage des Konzerns. Die Gesamtverschuldung von Whirlpool beläuft sich laut dem Finanzdatenanbieter FactSet auf 6,5 Milliarden US-Dollar. Im vergangenen Jahr stuften führende Ratingagenturen wie Moody's und S&P die unbesicherten Verbindlichkeiten des Unternehmens auf ein Niveau unterhalb von Investment Grade herab – ein sogenanntes Junk-Rating. Dies verteuerte die Kreditkosten für den Konzern erheblich.
Um die Schuldenlast zu reduzieren, verkaufte Whirlpool im November Anteile seines Indien-Geschäfts für 166 Millionen US-Dollar. Die nun geplante Aktienausgabe dürfte ebenfalls dem Schuldenabbau dienen. Für deutsche Anleger ist Whirlpool vor allem durch Marken wie Bauknecht und Maytag bekannt.
Die Aktienausgabe setzt Whirlpool unter Druck, das frische Kapital effizient einzusetzen und das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Angesichts des anhaltenden Kursrückgangs und des gesunkenen Kreditratings bleibt die Lage für den Konzern herausfordernd.
