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West Wits Mining sichert sich 875-Millionen-Rand-Kreditfazilität für Goldmine

Das australische Goldbergbauunternehmen treibt mit frischem Kapital von Absa und Nedbank die Wiederbelebung des Witwatersrand-Goldbergbaus voran.

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West Wits Mining sichert sich 875-Millionen-Rand-Kreditfazilität für Goldmine

West Wits Mining hat ein verbindliches Term Sheet für eine vorrangige Kreditfazilität in Höhe von bis zu 875 Millionen Südafrikanischen Rand gesichert. Die Finanzierung wird von den südafrikanischen Banken Absa und Nedbank Corporate and Investment Banking (CIB) bereitgestellt. Damit erhält das Unternehmen die nötige Rückendeckung, um das Goldminenprojekt Qala Shallows unmittelbar vor den Toren Johannesburgs zu entwickeln.

Die neue Kreditfazilität ersetzt eine frühere Finanzierungsvereinbarung mit der staatlichen Industrial Development Corporation (IDC) und Absa, die im Juni des Vorjahres angekündigt worden war. Die neue Vereinbarung wird als flexibler beschrieben und bietet eine breitere bankseitige Unterstützung für die Wachstumsstrategie von West Wits. Der Abrufzeitraum läuft bis zum 30. Juni 2028, die endgültige Fälligkeit ist auf den 30. Juni 2031 festgesetzt.

Als Teil der Finanzierungsstruktur ist eine hybride Absicherung vorgesehen: Die Hälfte der Goldverkäufe während der Bauphase wird über ein Put-Optionsprogramm abgewickelt. Damit soll sichergestellt werden, dass das Projekt gleichzeitig vor Preisrückgängen geschützt ist und von potenziellen Goldpreissteigerungen profitieren kann.

Das Projekt Qala Shallows im Überblick

Das Projekt Qala Shallows liegt 15 km westlich von Johannesburg im historischen Witwatersrand-Becken und ist die erste neue Untertage-Goldmine, die seit 15 Jahren in Südafrika errichtet wird. Der Name „Qala" bedeutet auf Zulu „Anfang" – ein bewusst gewähltes Symbol, denn das Unternehmen plant bereits Schritte zur Ausweitung der Produktion. Der Zusatz „Shallows" verweist auf die relative Abbautiefe von 800 Metern, die mit niedrigeren Betriebskosten verbunden ist.

Die Mine ist auf eine Jahresproduktion von 70.000 Unzen Gold über eine Lebensdauer von 17 Jahren ausgelegt. Langfristig strebt West Wits eine Ausweitung auf 200.000 Unzen pro Jahr an. Am 17. März fand bereits der erste Goldguss aus der neuen Mine in der Goldverarbeitungsanlage Ezulwini von Sibanye-Stillwater statt.

Die aktualisierte endgültige Machbarkeitsstudie (DFS) 2025 weist einen Nettobarwert vor Steuern von 719 Millionen US-Dollar bei einem Abzinsungssatz von 7,5 % sowie einen internen Zinsfuß von 93 % aus. Der Spitzenfinanzierungsbedarf wird auf 44 Millionen US-Dollar über einen Zeitraum von 2,6 Jahren geschätzt – eine deutliche Verbesserung gegenüber den 54 Millionen US-Dollar über drei Jahre aus der DFS von 2023. Die durchschnittlichen All-in Sustaining Costs (AISC) im stabilen Betrieb werden auf 1.181 US-Dollar pro Unze geschätzt.

Bedeutende Ressourcen im Witwatersrand-Becken

Die Erzreserven des Projekts sind beachtlich: Die konformen Reserven belaufen sich auf 4,6 Millionen Tonnen mit einem Goldgehalt von 2,60 g/t, was 383.934 Unzen Gold entspricht. Die gesamten Mineralressourcen des K9A-Riffs werden auf 8,1 Millionen Tonnen mit 4,8 g/t Gold für 1,2 Millionen Unzen geschätzt. Das K9B-Riff umfasst 10,5 Millionen Tonnen mit 4,5 g/t Gold für 1,5 Millionen Unzen. Abgebaut werden die Kimberley-Riffe K9A und K9B mittels des konventionellen Strebbau-Verfahrens (Breast Mining), das als optimale Konfiguration für diese Lagerstätte gilt.

Der Zugang zu den Abbaufeldern erfolgt über Strecken, die auf dem Horizont des K9B-Riffs erschlossen werden. Eine neue Rampe verbindet diese Infrastruktur mit dem bestehenden Tagebaueinschnitt und ermöglicht nun den Einsatz gleisloser Fahrzeuge in einer modernisierten Umgebung mit Belüftung, Strom und Wasser. Noch vor Kurzem musste die Belegschaft von West Wits durch den alten Stollen kriechen – heute fahren moderne Maschinen ein.

Historisches Erbe und wirtschaftliche Bedeutung

Das Witwatersrand-Becken ist die größte und produktivste Goldlagerstätte der Menschheitsgeschichte. Seit seiner Entdeckung im Jahr 1886 hat das 300 km mal 160 km große Becken in den vergangenen 140 Jahren mehr als 1,5 Milliarden Unzen Gold hervorgebracht. Die Entdeckung des Goldes am Witwatersrand verwandelte Johannesburg in die „City of Gold" – ein Erbe, das West Wits nun mit modernen Mitteln fortschreibt.

„Diese Fazilität spiegelt unser anhaltendes Engagement wider, wirkungsvolle und langfristige Investitionen in der südafrikanischen Rohstoffindustrie zu ermöglichen", erklärten Absa und Nedbank CIB in einer gemeinsamen Pressemitteilung. CEO Rudi Deysel bezeichnete die Unterzeichnung des Term Sheets als „einen weiteren wichtigen Schritt für West Wits" und dankte gleichzeitig der IDC für den konstruktiven Austausch. Mzila Mthenjane, CEO des Minerals Council South Africa, betonte bei der offiziellen Mineneröffnung, dass Qala Shallows nicht nur ein Meilenstein für West Wits, sondern auch für die südafrikanische Bergbauindustrie und die nationale Wirtschaft sei.

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