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Wall Street uneinheitlich: Dow auf Rekordhoch, Ölpreise brechen ein

Technologiewerte belasten S&P 500 und Nasdaq, während der Dow Jones ein neues Rekordhoch markiert und Rohöl massiv nachgibt.

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Wall Street uneinheitlich: Dow auf Rekordhoch, Ölpreise brechen ein

Die Wall Street präsentierte sich am Dienstag gespalten. Während Technologiewerte den S&P 500 und den Nasdaq unter Druck setzten, kletterte der Dow Jones auf ein neues Rekordhoch auf Schlusskursbasis. Europas STOXX 600 setzte derweil seine Rally fort.

Besonders auffällig war die Entwicklung am Rohölmarkt: WTI-Rohöl verlor 5,8 Prozent, Brent-Öl gab um 5,1 Prozent nach. Auslöser war das angekündigte Friedensabkommen mit dem Iran, das die Märkte mit einem deutlichen Preisrückgang quittierten. Für US-Verbraucher bedeutet dies weitere Entlastung an den Zapfsäulen – die Benzinpreise sind seit ihrem Höchststand während des Iran-Konflikts im April bereits um mehr als 20 Prozent gesunken.

Sektoren im Überblick

Innerhalb der Aktienmärkte zeigte sich ein differenziertes Bild. Halbleiterwerte gaben nach und belasteten damit den technologielastigen Nasdaq spürbar. Auf der Gewinnerseite standen hingegen Bankaktien sowie Gold- und Silberminenwerte, die von einem Anstieg des Goldpreises profitierten.

SpaceX sorgte für Schlagzeilen abseits der Börse: Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk übertraf Amazon bei der Marktkapitalisierung. Allerdings sehen sich private SpaceX-Investoren, die auf schnelle Gewinne durch den Verkauf ihrer Anteile hoffen, strengeren Bedingungen gegenüber als große institutionelle Fonds.

Fed-Sitzung unter neuem Vorsitz

Im Fokus der Finanzmärkte steht die US-Notenbank Federal Reserve, die zu ihrer ersten geldpolitischen Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh zusammengetreten ist. Der Dollar gab im Vorfeld des Debüts von Warsh nach. Am Anleihemarkt sanken die Renditen von US-Staatsanleihen zum Auftakt der Sitzung.

Laut Erwartungen dürfte eine Mehrheit der Fed-Entscheidungsträger dafür plädieren, die Leitzinsen für den Rest des Jahres stabil zu halten. Eine kleine Minderheit soll hingegen eine Zinserhöhung befürworten, um einer sich festsetzenden Inflation entgegenzuwirken. Die am Mittwoch erwartete Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen – der sogenannte „Dot Plot" – könnte für Warsh eine schwierige Herausforderung darstellen, da solide Arbeitsmarktdaten und hohe Inflationswerte eine kurzfristige Lockerung der Geldpolitik faktisch ausschließen.

G7-Gipfel: Ukraine, Schulden und Ebola

Parallel zum Marktgeschehen schritt der G7-Gipfel voran. Am zweiten Tag des dreitägigen Treffens stand der Krieg in der Ukraine ganz oben auf der Agenda. US-Präsident Donald Trump bezeichnete das Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als „sehr gut" und zeigte sich zuversichtlich, dass die USA der Ukraine verstärkt mit Luftabwehrraketen helfen können.

Die G7-Staaten gelobten zudem, die Bemühungen zur Bewältigung der „eskalierenden globalen Schuldenanfälligkeit" zu verstärken. Darüber hinaus forderten die versammelten Staats- und Regierungschefs eine entschlossene Reaktion auf den Ebola-Ausbruch im Kongo.

Konjunkturdaten und Ausblick

Auf der Datenseite fielen die Baubeginne für Einfamilienhäuser in den USA im Mai auf ein Achtmonatstief, während die Importpreise weiter stark anstiegen. EZB-Ratsmitglied Gabriel Makhlouf warnte zudem, dass das Abkommen zur Beendigung des Nahostkonflikts nicht zwangsläufig ein baldiges Ende des globalen Energieschocks bedeute.

Yum Brands gab bekannt, seine angeschlagene Kette Pizza Hut für 2,7 Milliarden US-Dollar zu verkaufen. Am Devisenmarkt notierte der japanische Yen gegenüber dem Dollar unverändert, nachdem die Bank of Japan wie erwartet die Zinsen erhöht hatte.

Für den morgigen Handelstag dürften vor allem die Fed-Zinsentscheidung, die erste Pressekonferenz von Warsh als Vorsitzender sowie weitere Entwicklungen im Nahen Osten im Mittelpunkt stehen. Hinzu kommen Daten zu schwebenden Hausverkäufen in den USA, US-Lagerbeständen sowie den Verbraucherpreisen der Eurozone.

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