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Wall-Street-Futures steigen: Hoffnung auf baldiges Ende des Nahost-Konflikts

Sinkende Ölpreise und Trumps Aussagen über ein schnelles Kriegsende beflügeln die US-Aktienmärkte.

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Die US-Aktienindex-Futures haben am Dienstag leicht zugelegt. Auslöser war die Hoffnung der Anleger auf eine rasche Beilegung des Nahost-Konflikts, nachdem US-Präsident Donald Trump entsprechende Signale gesendet hatte. Trump erklärte am Montag, der israelisch-amerikanische Konflikt mit dem Iran könnte früher als die ursprünglich geschätzten vier bis fünf Wochen enden.

Die Rohölpreise gaben daraufhin von der kritischen Marke von 120 US-Dollar pro Barrel nach. Das entlastete vor allem die gebeutelte Reise- und Luftfahrtbranche spürbar. Die Fluggesellschaften American Airlines und Delta legten im vorbörslichen Handel jeweils um mehr als 1 Prozent zu, während die Kreuzfahrtriesen Carnival und Royal Caribbean ebenfalls leicht im Plus notierten.

Die Erleichterung war jedoch von Vorsicht begleitet: Der Iran kündigte an, seine Ölblockade in der Region fortzusetzen, woraufhin Trump mit verstärkten militärischen Vergeltungsmaßnahmen drohte. Die Energieproduktion im Nahen Osten läuft noch nicht wieder auf vollen Touren, und die erhöhten Schifffahrtskosten dürften noch einige Zeit anhalten.

Energiesektor verliert, Technologie gewinnt

Auf der Verliererseite standen Energiewerte: Occidental Petroleum verlor rund 2,5 Prozent, ConocoPhillips und Exxon Mobil gaben ebenfalls nach. Technologieaktien entwickelten sich dagegen deutlich besser – mit einem Plus von 1,4 Prozent sind sie in diesem Monat der stärkste Sektor im S&P 500.

Chiphersteller Nvidia gewann 0,4 Prozent, SanDisk und Western Digital legten jeweils über 2,3 Prozent zu. Hewlett Packard Enterprise stieg um 2,9 Prozent, nachdem das Unternehmen für das zweite Quartal einen Umsatz über den Analystenerwartungen prognostiziert hatte. Im Fokus stand zudem Oracle, dessen Quartalszahlen nach Börsenschluss erwartet wurden – Händler achteten dabei besonders auf Hinweise zu schuldenfinanzierten KI-Ausgaben. Die Oracle-Aktie legte im vorbörslichen Handel rund 2 Prozent zu.

Um 05:14 Uhr ET lagen die Dow E-minis mit 211 Punkten oder 0,44 Prozent im Plus. Die S&P-500-Futures stiegen um 29,75 Punkte oder 0,44 Prozent, die Nasdaq-100-Futures legten um 134,25 Punkte oder 0,54 Prozent zu.

Stagflationssorgen belasten Fed-Ausblick

Die stark gestiegenen Rohölpreise seit Kriegsbeginn hatten bei Anlegern die Befürchtung geweckt, die US-Wirtschaft könnte in eine Stagflation – also gleichzeitig hohe Inflation und schwaches Wachstum – geraten. Das würde die Geldpolitik der Federal Reserve erheblich erschweren, zumal aktuelle Daten auf eine Abkühlung des Arbeitsmarkts hindeuten. Laut LSEG-Daten haben Händler derzeit eine mögliche Zinssenkung um 25 Basispunkte für September eingepreist.

In dieser Woche stehen zwei wichtige Inflationsberichte an. Diese dürften den jüngsten Anstieg der Energie- und Schifffahrtskosten noch nicht vollständig abbilden, werden aber zeigen, wie sich die Inflation vor Ausbruch des Konflikts entwickelt hatte.

Das sogenannte Angstbarometer der Wall Street, der CBOE-Volatilitätsindex (VIX), fiel um 2,19 Punkte auf 23,31 – ein Zeichen für nachlassende Nervosität an den Märkten. Auch die globalen Märkte in Asien und Europa erholten sich. In der risikofreudigen Stimmung legten zudem Krypto-Aktien zu: Strategy gewann 3 Prozent, Coinbase stieg ebenfalls um 3 Prozent – parallel zu einem Bitcoin-Anstieg von 2,7 Prozent.

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