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Wall Street eröffnet 2024 mit Verlusten

Technologieaktien schwächeln, während Bitcoin und Moderna für Aufsehen sorgen

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Wall Street eröffnet 2024 mit Verlusten

Die US-Börsen starteten schwach ins neue Jahr 2024. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte konnte knapp um 0,1 Prozent auf 37.721 Punkte zulegen, während der S&P 500 um 0,6 Prozent auf 4743 Zähler fiel. Besonders deutlich war der Absturz des Nasdaq-Index, der um 1,6 Prozent auf 14.765 Punkte sank. Diese Verluste waren nicht allein auf Apple zurückzuführen, aber das Technologieunternehmen enttäuschte ebenso wie andere Tech-Firmen.

Die Kursverluste wurden von Experten als natürliche Reaktion auf den enormen Anstieg seit Oktober letzten Jahres angesehen. Phil Blancato, der Chef von Ladenburg Thalmann Asset Management, äußerte sich dazu: "Es ist der erste Tag nach einem enormen Anstieg. Wenn man darüber nachdenkt, was seit den Tiefstständen im Oktober bis heute passiert ist, erwarte ich, dass die ersten drei Monate dieses Jahres hart werden und diese Woche einigermaßen beispielhaft dafür sein wird, da die Leute Gewinne mitnehmen und ihre Portfolios neu ausrichten." Im vergangenen Jahr hatte der Nasdaq-Index beachtliche 43 Prozent zugelegt.

Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die zunehmenden russischen Angriffe auf die Ukraine trugen ebenfalls zur Verunsicherung bei. Der US-Dollar, der in Krisenzeiten oft gefragt ist, legte kräftig zu und stieg um 0,9 Prozent auf 102,2 Punkte im Dollar-Index. Gleichzeitig trennten sich Anleger von Staatsanleihen, was die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries auf über 4,00 Prozent ansteigen ließ. Dies war der höchste Stand seit fast drei Wochen. Die Erwartungen an Zinssenkungen in diesem Jahr schwächten sich jedoch leicht ab.

Die Geldpolitik der US-Notenbank wurde von einigen Experten als Grund für den enttäuschenden ersten Handelstag genannt. Jason Pride, Leiter der Abteilung Investmentstrategie und Research bei Glenmede, äußerte sich dazu: "Alle waren sehr begeistert von der Rallye am Ende des Jahres, von der Fed, die - zumindest oberflächlich betrachtet - ein wenig zurückruderte, und von der Tatsache, dass wir keine Rezession hatten." Es bleibe jedoch fraglich, ob man aus dem Gröbsten heraus sei. "Ich vermute, selbst wenn die Fed die Zinsen allmählich senkt, ist die Geldpolitik immer noch restriktiv und dürfte die Wirtschaftstätigkeit insgesamt weiterhin behindern."

Am Kryptowährungsmarkt gab es hingegen einen Aufwärtstrend zu verzeichnen. Der Bitcoin erreichte zum ersten Mal seit April 2022 zwischenzeitlich die Marke von 45.000 Dollar und erreichte kurzzeitig ein 21-Monats-Hoch von 45.687 Dollar, bevor er knapp unter 45.000 Dollar schloss. Vor genau einem Jahr lag der Preis noch bei 16.688 Dollar. Der Optimismus der Anleger in Bezug auf die mögliche Zulassung von börsengehandelten Bitcoin-Spotfonds trieb die weltweit größte und bekannteste Kryptowährung an. Dies führte auch dazu, dass Aktien aus dem Krypto-Sektor gefragt waren, wobei die Anteilsscheine von MicroStrategy um knapp 8,5 Prozent stiegen.

In Bezug auf Einzelwerte gab es verschiedene Entwicklungen. Apple gehörte zu den größten Verlierern am US-Aktienmarkt und verlor rund dreieinhalb Prozent, nachdem Barclays die Aktien des iPhone-Herstellers auf "Underweight" herabgestuft hatte. Andere technologielastige Unternehmen wie Nvidia, Microsoft und Alphabet verloren zwischen 1,5 und drei Prozent. Die Verluste im Technologiesektor wurden von Experten angesichts der starken Kursgewinne im abgelaufenen Jahr jedoch nicht überrascht.

Ein Lichtblick war das Unternehmen Moderna, das aufgrund der Aussicht auf steigende Umsätze um mehr als 16 Prozent auf 115,68 Dollar stieg. Der CEO, Stéphane Bancel, äußerte sich optimistisch über das Umsatzwachstum des Impfstoffherstellers für 2025 und verwies auf die erwartete Markteinführung eines RSV-Impfstoffkandidaten im Jahr 2024 sowie eines Grippe/Covid-Kombinationsimpfstoffs im Jahr 2025. Im vergangenen Jahr hatte Moderna aufgrund der geringen Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen einen Rückgang von fast 45 Prozent verzeichnet.

Tesla, der US-Elektroautopionier, erreichte sein Auslieferungsziel für das vergangene Jahr, indem im vierten Quartal 484.507 Autos an Endkunden geliefert wurden. Dies entsprach einem Plus von rund 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Papiere von Tesla gewannen zunächst leicht, verloren jedoch später im negativen Börsenumfeld. Tesla-Chef Elon Musk hatte ein Ziel von rund 1,8 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen angestrebt und dieses fast erreicht.

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