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Virginia: Gouverneurin schlägt Haushaltsänderungen ohne Cannabis-Anpassungen vor

Abigail Spanberger ignoriert Forderungen von Befürwortern, verschärfte Strafen für öffentlichen Cannabiskonsum aus dem Haushalt zu streichen.

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Virginia: Gouverneurin schlägt Haushaltsänderungen ohne Cannabis-Anpassungen vor

Die Gouverneurin des US-Bundesstaates Virginia, Abigail Spanberger (Demokraten), hat dem Gesetzgeber am Freitag Änderungsanträge zum kürzlich verabschiedeten Haushaltsgesetz übermittelt. Das Haushaltsgesetz enthält Bestimmungen zur Legalisierung des Verkaufs von Marihuana zu Genusszwecken – doch Spanbergers Änderungsvorschläge lassen die Cannabis-Regelungen vollständig unangetastet.

Besonders brisant: Die Gouverneurin geht damit auch nicht auf die Forderungen von Cannabis-Befürwortern ein. Diese hatten sie ausdrücklich aufgefordert, einen bestimmten Abschnitt des Gesetzes zu streichen, der die Strafen für den öffentlichen Konsum von Cannabis drastisch verschärfen würde.

Rassistische Diskriminierung als zentrales Argument

Die Kritiker stützen ihre Forderungen auf neue staatliche Daten, die sie als Beleg dafür werten, dass die Durchsetzung dieser verschärften Strafvorschriften in einer rassistisch diskriminierenden Weise erfolgen werde. Dieses Argument hat in der US-amerikanischen Drogenpolitik eine lange Geschichte: Studien haben wiederholt gezeigt, dass Drogengesetze in den USA überproportional häufig gegen People of Color angewendet werden – auch dann, wenn der tatsächliche Konsum in verschiedenen Bevölkerungsgruppen ähnlich verbreitet ist.

Virginia hatte in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Wandel in seiner Cannabispolitik vollzogen. Der Bundesstaat gehört zu jenen US-Staaten, die den Besitz und Konsum von Marihuana für Erwachsene legalisiert haben. Die nun im Haushalt verankerten Regelungen zum legalen Verkauf zu Genusszwecken stellen einen weiteren Schritt in dieser Entwicklung dar.

Spanberger hält an Haushaltsentwurf fest

Indem Spanberger keine Änderungen an den Cannabis-Bestimmungen vorschlägt, signalisiert sie, dass sie die entsprechenden Regelungen – einschließlich der umstrittenen Strafverschärfungen für öffentlichen Konsum – in ihrer bestehenden Form akzeptiert. Für Befürworter einer progressiven Cannabispolitik ist dies ein Rückschlag, da sie gehofft hatten, die Gouverneurin werde ihre Bedenken aufgreifen.

Die Debatte in Virginia spiegelt eine breitere Diskussion wider, die in vielen US-Bundesstaaten geführt wird: Wie lässt sich die Legalisierung von Cannabis mit einer gerechten und diskriminierungsfreien Strafverfolgung vereinbaren? Befürworter argumentieren, dass Verbote des öffentlichen Konsums ohne entsprechende Schutzmaßnahmen die Ungleichheiten der bisherigen Drogenpolitik lediglich fortschreiben.

Für deutsche Anleger und Beobachter des nordamerikanischen Cannabismarktes ist die Entwicklung in Virginia von Interesse, da regulatorische Entscheidungen auf Bundesstaatsebene direkte Auswirkungen auf die Marktbedingungen für Cannabis-Unternehmen haben können. Die endgültige Ausgestaltung der Verkaufsregeln in Virginia bleibt damit vorerst offen.

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