VGT ETF: Wie 100 Dollar monatlich zu 503.000 Dollar werden
Der Vanguard Information Technology ETF zeigt eindrucksvoll, wie konsequentes Sparen und Zinseszins langfristig enormes Vermögen aufbauen können.

Der Vanguard Information Technology ETF (VGT) gehört zu den leistungsstärksten Technologie-ETFs am Markt. In den vergangenen 10 Jahren erzielte er eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 25 Prozent – und übertraf damit sogar den bekannten Invesco QQQ, der im gleichen Zeitraum auf 20,8 Prozent pro Jahr kam. Für langfristig orientierte Anleger liefert die Vergangenheit des VGT bemerkenswerte Zahlen.
Auch über einen längeren Zeitraum von 20 Jahren überzeugt der VGT: Mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 21 Prozent schlug er den QQQ, der im selben Zeitraum auf 19,5 Prozent kam. Hinzu kommt ein weiterer Vorteil: Die Kostenquote des VGT liegt bei lediglich 0,09 Prozent pro Jahr – verglichen mit 0,18 Prozent beim QQQ. Das bedeutet, dass Anleger beim VGT einen größeren Teil ihrer Rendite tatsächlich behalten.
Was wäre aus 100 Dollar monatlich geworden?
Ein konkretes Rechenbeispiel verdeutlicht die Kraft des langfristigen Investierens: Wer am 13. August 2006 einmalig 5.000 Dollar in den VGT investiert und anschließend monatlich 100 Dollar nachgelegt hätte, säße heute auf einem Vermögen von rund 503.000 Dollar. Diese Summe wäre das Ergebnis von 20 Jahren Geduld, Disziplin und dem Wirken des Zinseszinses – ohne spektakuläre Einzelwetten oder aktives Handeln.
Für viele Menschen könnte ein solches Vermögen in Kombination mit regulären Rentenzahlungen ein solides Alterseinkommen darstellen. Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass es keiner großen monatlichen Beträge bedarf, um langfristig erhebliches Kapital aufzubauen. Entscheidend sind Konsequenz und ein langer Anlagehorizont.
Der VGT investiert in den Technologiesektor – jenen Bereich, der den Gesamtmarkt in den vergangenen 25 Jahren maßgeblich angetrieben hat. Ob dieser Sektor auch in den nächsten 25 Jahren eine ähnliche Rolle spielen wird, bleibt offen. Doch die historische Entwicklung liefert zumindest eine Orientierung für Anleger, die auf Wachstum setzen möchten.
Auch bei niedrigeren Renditen überzeugt das Ergebnis
Natürlich ist keine Garantie gegeben, dass der VGT künftig wieder 21 Prozent pro Jahr erzielen wird. Die tatsächliche Rendite könnte niedriger oder auch höher ausfallen. Doch selbst ein deutlich konservativeres Szenario liefert beeindruckende Ergebnisse: Bei einer angenommenen jährlichen Rendite von 15 Prozent wären dieselben Investitionen nach 20 Jahren auf rund 213.000 Dollar angewachsen.
Für deutsche Privatanleger ist der VGT grundsätzlich über gängige Broker handelbar, allerdings sollten steuerliche Besonderheiten bei US-amerikanischen ETFs beachtet werden. Wer in Europa investieren möchte, findet vergleichbare Produkte auf den Technologiesektor auch in UCITS-konformer Form. Das Grundprinzip bleibt jedoch dasselbe: Regelmäßiges Investieren kleiner Beträge über einen langen Zeitraum kann dank des Zinseszinseffekts zu einem erheblichen Vermögensaufbau führen – und das ohne aktives Eingreifen oder Market-Timing.
