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USMCA-Verhandlungen: USA und Mexiko treffen sich nächste Woche

US-Handelsbeauftragter Greer kündigt erste formale USMCA-Verhandlungsrunde in Mexiko-Stadt an – Kanada vorerst ausgeschlossen.

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USMCA-Verhandlungen: USA und Mexiko treffen sich nächste Woche

US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer hat am Freitag bekanntgegeben, dass die erste Runde formaler Verhandlungen zur Aktualisierung des Handelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) nächste Woche in Mexiko-Stadt stattfinden wird. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Stärkung regionaler Ursprungsregeln sowie Bestimmungen zur wirtschaftlichen Sicherheit. Bemerkenswert ist dabei, dass Kanada von den bevorstehenden Gesprächen zunächst ausgeschlossen bleibt.

Greer äußerte sich zu den Plänen bei einem Besuch in einem Speicherchip-Werk von Micron Technology in einem Vorort von Washington. Dort erklärte er gegenüber Journalisten, dass die Regeln für regionale Wertschöpfungsanteile angepasst werden müssten, um die Rückverlagerung der US-Produktion zu fördern. Das Ziel der US-Regierung ist klar: Mehr amerikanische Wertschöpfung im Rahmen des Abkommens verankern.

„Wenn man ein Sonderabkommen für den Handel mit den Vereinigten Staaten von Amerika erhält, wollen wir sicherstellen, dass darin auch US-Wertschöpfung enthalten ist", sagte Greer. Diese Aussage verdeutlicht die Stoßrichtung der US-Handelspolitik unter der aktuellen Regierung: Handelsvorteile sollen künftig stärker an eine nachweisbare Beteiligung amerikanischer Produktionsketten geknüpft werden.

Ursprungsregeln im Fokus der Verhandlungen

Das USMCA ist das Nachfolgeabkommen des früheren NAFTA-Vertrags und regelt den Handel zwischen den drei nordamerikanischen Ländern. Das Abkommen ist seit nunmehr sechs Jahren in Kraft und sieht reguläre Überprüfungsrunden vor. Ursprungsregeln legen dabei fest, welcher Anteil eines Produkts innerhalb der Vertragsregion hergestellt sein muss, um von den Zollvorteilen des Abkommens zu profitieren – ein besonders relevantes Thema für die Automobilindustrie.

Greer räumte ein, dass Automobilhersteller gefordert hatten, das USMCA als trilaterales Handelsabkommen beizubehalten. Dennoch werden die Gespräche in der kommenden Woche zunächst nur zwischen den USA und Mexiko geführt. Die Entscheidung, Kanada vorerst auszuschließen, dürfte in Ottawa für Aufmerksamkeit sorgen, da das Land als gleichberechtigter Partner des Abkommens gilt.

Bedeutung für Handel und Industrie

Für deutsche Unternehmen und Investoren mit Engagements in Nordamerika sind die USMCA-Verhandlungen von erheblicher Relevanz. Viele europäische Konzerne – insbesondere aus der Automobil- und Zulieferindustrie – haben Produktionsstätten in Mexiko und Kanada, die stark in nordamerikanische Lieferketten eingebunden sind. Verschärfte Ursprungsregeln könnten die Produktionsstrategien dieser Unternehmen direkt beeinflussen.

Die Forderung nach höheren regionalen Wertschöpfungsanteilen ist kein neues Thema: Bereits bei der Aushandlung des USMCA im Jahr 2018 wurden die Ursprungsregeln – insbesondere für Fahrzeuge – gegenüber dem alten NAFTA deutlich verschärft. Eine weitere Anhebung würde den Druck auf Hersteller erhöhen, Produktionskapazitäten stärker in die USA zu verlagern.

Die Ergebnisse der Verhandlungsrunde in Mexiko-Stadt werden zeigen, wie weit die USA und Mexiko in den zentralen Streitpunkten aufeinander zugehen können – und ob Kanada in späteren Runden wieder an den Tisch geholt wird.

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