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US-Zölle stürzen Börsen ins Minus

Internationale Reaktionen reichen von Vergeltung bis zur Warnung vor Panik

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 US-Zölle stürzen Börsen ins Minus

Die neuen US-Zölle haben weltweit für Unruhe gesorgt. Bereits am ersten Handelstag nach der Ankündigung sackten die Kurse an der Wall Street deutlich ab. Der Dow Jones verlor drei Prozent und fiel auf 41.173 Punkte, der S&P 500 gab um 3,7 Prozent nach und notierte bei 5.461 Punkten. Besonders stark betroffen war der Nasdaq-Index, der um 4,8 Prozent auf 16.760 Punkte einbrach. Es war der schlechteste Handelstag seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020.

US-Handelsminister Howard Lutnick zeigte sich überzeugt, dass die Zölle langfristig Wirkung zeigen würden. In einem Fernsehinterview erklärte er, die Maßnahme sei Teil einer Neuordnung des internationalen Handels. Länder, die mit den Vereinigten Staaten Handel treiben, sollten ihre Politik überdenken und Handelshemmnisse abbauen. Nur unter dieser Bedingung seien Gespräche mit der US-Regierung möglich. Präsident Trump werde keine der angekündigten Maßnahmen zurücknehmen, so Lutnick. Er stellte aber in Aussicht, dass amerikanische Produkte sich künftig besser auf dem Weltmarkt behaupten könnten.

Trump selbst verglich seine Politik mit einer medizinischen Operation, die schmerzhaft, aber notwendig sei. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, die US-Wirtschaft werde dadurch gestärkt aus der Krise hervorgehen. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt betonte, es gehe nicht um Verhandlungen, sondern darum, jahrzehntelange Fehlentwicklungen zu korrigieren. Die Handelspartner hätten 70 Jahre Zeit gehabt, faire Bedingungen zu schaffen.

Internationale Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Die Welthandelsorganisation WTO rechnet mit einem Rückgang des weltweiten Warenhandels um ein Prozent. WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala äußerte sich besorgt und warnte vor einem drohenden Zollkrieg. Mexiko versucht derweil, die Auswirkungen auf die heimische Autoindustrie abzufedern und sucht das Gespräch mit Washington über Sonderregelungen im Rahmen des USMCA-Abkommens.

Kanada reagierte mit eigenen Zöllen auf US-Autoimporte. Fahrzeuge, die nicht unter das USMCA fallen, sollen künftig mit 25 Prozent Einfuhrabgabe belegt werden. Die Maßnahmen sollen gezielt die US-Wirtschaft treffen, ohne der kanadischen Wirtschaft zu schaden. Auch Frankreich kritisierte die US-Zölle scharf, während Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni zur Besonnenheit aufrief und vor übertriebener Panik warnte.

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