US-Märkte steigen: Iran-Hoffnungen und Arm Holdings-Rally
Diplomatische Signale im Iran-Konflikt beflügeln Wall Street – Arm Holdings schießt nach Chip-Ankündigung um 16 Prozent hoch.

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch deutlich zugelegt, getragen von der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,7 Prozent, der S&P 500 gewann 0,5 Prozent und der technologielastige Nasdaq kletterte um 0,8 Prozent. Anleger setzten darauf, dass der laufende Krieg bald durch Verhandlungen beendet werden könnte.
Die Signale aus Washington und Teheran bleiben jedoch widersprüchlich. Offiziell lehnte der Iran am Mittwoch einen US-Vorschlag zur Kriegsbeendigung ab und stellte eigene Forderungen, darunter finanzielle Entschädigungen für Kriegsschäden. Das Wall Street Journal berichtete jedoch unter Berufung auf informierte Kreise, dass der Iran in privaten Gesprächen deutlich kompromissbereiter auftrete als in öffentlichen Stellungnahmen.
Arm Holdings überrascht mit eigenem Chip
Der eigentliche Kursgewinner des Tages war das britische Chip-Design-Unternehmen Arm Holdings. Die in New York gehandelten Aktien sprangen um 16 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen seinen ersten eigenen Chip angekündigt hatte. Das ist eine strategische Kehrtwende: Arm lizenziert bislang seine Chip-Architekturen an andere Hersteller wie Apple, Qualcomm oder Samsung, entwickelt aber keine eigene Hardware.
CEO Rene Haas erklärte, Arm erwarte bis 2031 einen Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar allein durch diesen neuen Chip. Damit würde das Unternehmen nicht mehr nur als Lizenzgeber agieren, sondern direkt in den lukrativen Halbleitermarkt einsteigen. Für deutsche Anleger ist Arm Holdings über US-Börsen handelbar; das Unternehmen gehört mehrheitlich dem japanischen Technologieinvestor SoftBank.
