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US-Kongress lädt Leon Black wegen Epstein-Verbindungen vor

Ein Kongressausschuss fordert den Apollo-Gründer per Vorladung zur Rückkehr auf – nach abruptem Abbruch seiner Befragung.

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US-Kongress lädt Leon Black wegen Epstein-Verbindungen vor

Der Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses hat Leon Black, Mitbegründer von Apollo Global Management, per Vorladung zur Rückkehr für eine eidesstattliche Aussage aufgefordert. Gleichzeitig wurde eine weitere Vorladung zur Herausgabe von Vertraulichkeitsvereinbarungen erlassen. Hintergrund ist Blacks Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Blacks Erscheinen vor dem Ausschuss am Freitag endete vorzeitig. Der Milliardär verließ die Sitzung am Mittag abrupt, nachdem er lediglich eine Runde Befragung hinter verschlossenen Türen absolviert hatte. Abgeordnete warfen ihm vor, sich geweigert zu haben, bestimmte Fragen zu beantworten.

Ausschussvorsitzender erteilt Vorladungen

James Comer, der republikanische Vorsitzende des Ausschusses, reagierte umgehend. Er erließ eine Vorladung zur Herausgabe von Vertraulichkeitsvereinbarungen sowie eine weitere Vorladung, die Black zur Rückkehr am 16. Juli verpflichtet. „Dies ist das Ergebnis der Weigerung, spezifische Fragen zu den Vertraulichkeitsvereinbarungen und deren Bedingungen zu beantworten. Wir sind davon überzeugt, dass diese Informationen für unsere Untersuchung von entscheidender Bedeutung sind", erklärte Comer.

Auch der ranghöchste Demokrat im Ausschuss, Abgeordneter Robert Garcia, stellte sich hinter die Maßnahme. „Vom Moment des Beginns dieser Befragung an war klar, dass Leon Black keine kritischen Fragen beantworten würde", sagte Garcia. Die parteiübergreifende Unterstützung für die Vorladungen unterstreicht den Ernst der Untersuchung.

Blacks Anwältin spricht von politischem Manöver

Blacks Anwältin Susan Estrich wies die Vorladungen scharf zurück und bezeichnete sie als politisches Manöver. „Man hat eine vorsätzliche politische Entscheidung getroffen, ihm die Vorladungen nach weniger als einer Stunde Befragung zuzustellen, noch bevor überhaupt eine einzige Frage zu diesen rechtmäßigen Zahlungen an Epstein gestellt wurde", sagte Estrich. Die Verteidigung stellt damit die Verhältnismäßigkeit des Vorgehens des Ausschusses grundsätzlich in Frage.

In seinen vorbereiteten Erklärungen vor dem Ausschuss bestritt Black jede Beteiligung an Epsteins Sexhandelsring. Er gab an, von dem Mann, den er als Finanzberater eingestellt hatte, getäuscht worden zu sein. Black positioniert sich damit als Opfer einer Täuschung durch Epstein.

Hintergrund: Epstein und die Finanzwelt

Jeffrey Epstein, der 2019 in Untersuchungshaft verstarb, hatte über Jahrzehnte enge Verbindungen zu einflussreichen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gepflegt. Die Verbindung zwischen Black und Epstein war bereits zuvor Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Black hatte Epstein für Finanzberatungsleistungen bezahlt – über die genauen Bedingungen und den Umfang dieser Vereinbarungen will der Ausschuss nun Klarheit gewinnen.

Leon Black ist einer der bekanntesten Namen der amerikanischen Private-Equity-Branche. Er gründete Apollo Global Management, eine der größten Beteiligungsgesellschaften der Welt. Die laufende Untersuchung des Kongresses dürfte die Aufmerksamkeit auf die Verflechtungen zwischen der Finanzwelt und dem Netzwerk Epsteins weiter schärfen. Der nächste Termin ist nun für den 16. Juli angesetzt.

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