ANZEIGE

US-Hypothekennachfrage bricht um 8,5% ein - Zinsen steigen deutlich

Erstmals seit einem Monat ziehen die Hypothekenzinsen wieder an und dämpfen die Nachfrage merklich.

1 Min
US-Hypothekennachfrage bricht um 8,5% ein - Zinsen steigen deutlich

Die US-Hypothekennachfrage ist letzte Woche deutlich zurückgegangen, nachdem die Zinsen erstmals seit einem Monat wieder gestiegen sind. Laut dem saisonbereinigten Index der Mortgage Bankers Association (MBA) sank die Gesamtnachfrage um 8,5 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Festhypotheken kletterte von 6,16 auf 6,24 Prozent – der höchste Stand seit drei Wochen.

Besonders stark betroffen waren Refinanzierungen: Die Anträge zur Umschuldung bestehender Immobilienkredite brachen um 16 Prozent ein. Trotz dieses Rückgangs liegen sie noch 156 Prozent über dem Vorjahreswert, da die Zinsen vor einem Jahr um 78 Basispunkte höher lagen. Die gestiegenen Zinsen machen Umschuldungen für viele Hausbesitzer weniger attraktiv.

Kaufnachfrage bleibt stabil

Anders als bei Refinanzierungen zeigten sich Hauskäufer weitgehend unbeeindruckt: Die Anträge für Hypotheken zum Immobilienerwerb sanken lediglich um 0,4 Prozent und lagen 18 Prozent über dem Vorjahreswert. Allerdings sehen sich potenzielle Käufer weiterhin einem herausfordernden Marktumfeld gegenüber.

Das Immobilienangebot hat sich zwar im Vergleich zum Vorjahr vergrößert, konzentriert sich jedoch hauptsächlich auf das obere Preissegment. Für durchschnittliche Käufer bleibt der Markt damit teuer und die Auswahl begrenzt.

Fed-Entscheidung im Fokus

Zu Wochenbeginn sind die Hypothekenzinsen laut Mortgage News Daily leicht gesunken. Die nächste bedeutende Zinsbewegung könnte von der Federal Reserve ausgehen: Bei der heutigen FOMC-Sitzung wird zwar mehrheitlich mit einem unveränderten Leitzins gerechnet, doch die Märkte werden die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell genau analysieren.

Für deutsche Anleger sind diese Entwicklungen relevant, da sie Auswirkungen auf den US-Immobilienmarkt und damit verbundene Investmentprodukte haben können. Die Zinsentwicklung in den USA beeinflusst zudem oft auch die europäischen Kapitalmärkte.

HypothekenzinsenUs-ImmobilienmarktMortgage Bankers AssociationFederal ReserveRefinanzierung

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer