US-Futures im Plus: Tech-Rallye nach Nvidia-Deal mit Meta
Technologiewerte erholen sich, Nvidia steigt nach Milliarden-Chipvertrag, Fed-Protokoll im Fokus

Die US-Aktienfutures zeigten sich am Mittwoch deutlich fester, angetrieben von einer Erholung im Technologiesektor. Die Dow E-Minis legten um 243 Punkte oder 0,49% zu, während die S&P 500 E-Minis um 0,57% und die Nasdaq 100 E-Minis um 0,65% stiegen. Besonders Nvidia sorgte für Auftrieb mit einem Plus von 1,9%, nachdem das Unternehmen einen mehrjährigen Vertrag über den Verkauf von Millionen KI-Chips an Meta Platforms bekannt gegeben hatte.
Die Erholung kommt nach volatilen Handelstagen, in denen die Märkte von Sorgen über die wirtschaftlichen Auswirkungen schnell fortschreitender KI-Technologien belastet wurden. Der S&P 500 hatte am Dienstag zunächst 0,9% verloren, schloss aber letztlich 0,1% im Plus. Investoren hatten zuletzt konkretere Belege dafür gefordert, dass die massiven KI-Investitionen auch tatsächlich zu höheren Umsätzen und Gewinnen führen.
Auch andere Technologieriesen profitierten von der verbesserten Stimmung. Amazon.com stieg im vorbörslichen Handel um 1,6%, während Meta und Microsoft jeweils 0,7% zulegten. Die breite Erholung der Megacap-Aktien deutet darauf hin, dass sich die Nervosität der Anleger vorerst legt.
Fed-Protokoll und Zinsperspektiven
Am Nachmittag richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung vom Januar, bei der die Zinsen unverändert blieben. "Da die Geldmärkte eine weitere Pause bei der Sitzung im nächsten Monat einpreisen, werden die Anleger im Protokoll nach Hinweisen darauf suchen, wie lange die Zentralbank noch abwarten könnte", erklärt Aaron Hill, Chef-Marktanalyst bei FP Markets.
Laut dem FedWatch-Tool der CME preisen Händler eine Wahrscheinlichkeit von etwa 63% für eine Zinssenkung um mindestens 25 Basispunkte auf der Fed-Sitzung im Juni ein – der erste Termin mit einer Wahrscheinlichkeit von über 50%. Im weiteren Wochenverlauf wird zudem der PCE-Bericht erwartet, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank.
Gemischte Quartalszahlen
Bei den Einzelwerten fielen Palo Alto Networks um 7,2%, nachdem das Cybersicherheitsunternehmen seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt hatte. Als Grund nannte das Unternehmen steigende Kosten durch jüngste Übernahmen zur Stärkung der KI-Fähigkeiten. Cadence Design Systems hingegen kletterte um 5,8%, nachdem der Chipdesign-Software-Anbieter die Umsatzerwartungen für das vierte Quartal übertroffen hatte.
Western Digital verlor 2,4%, nachdem bekannt wurde, dass der Festplattenhersteller durch den Verkauf eines Teils seiner Beteiligung an der ehemaligen Einheit Sandisk 3,17 Milliarden Dollar einsammeln will. Die Zweitplatzierung belastet die Aktie kurzfristig.
