US-Autostreiks weiten sich aus
Gewerkschaft erhöht Druck auf Ford und GM - Löhne und Sozialleistungen in neuen Batteriewerken im Fokus

Die United Auto Workers (UAW), die Autogewerkschaft in den USA, hat ihren Streik bei den Autoherstellern Ford und General Motors auf zwei weitere Werke ausgedehnt. Dies gab UAW-Chef Shawn Fain bekannt, und es bedeutet, dass zusätzlich 7.000 Arbeiter die Arbeit niederlegen werden. Insgesamt sind jetzt rund 25.000 Arbeiter, etwa 17 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder, die bei diesen Unternehmen arbeiten, von den Streiks betroffen. Allerdings wird der Streik bei Chrysler nicht ausgeweitet, da der Mutterkonzern Stellantis sein Angebot kurz vor Ablauf der Frist geändert hat.
Der Arbeitskampf bei den drei großen US-Autokonzernen dauert bereits drei Wochen an. Die UAW fordert eine Lohnerhöhung von 40 Prozent über einen Zeitraum von vier Jahren, um den Kaufkraftverlust der Arbeitnehmer auszugleichen und aufgrund der hohen Gewinne der Unternehmen und der Gehaltssprünge der Konzernchefs. Die Arbeitgeber haben zuletzt eine Erhöhung von etwa 20 Prozent über viereinhalb Jahre angeboten.
UAW-Chef Fain betonte jedoch, dass die Verhandlungen noch nicht gescheitert seien, und er sei zuversichtlich, dass eine Einigung erzielt werden könne. Dennoch wird die Gewerkschaft die Streiks fortsetzen, bis ein neuer Vertrag ratifiziert ist.
Sowohl Ford-Chef Jim Farley als auch General Motors beschuldigten die UAW, die Verzögerung eines neuen Arbeitsabkommens zu verursachen. Ford zufolge liegt dies an einem Streit über Löhne und Sozialleistungen in neuen Batteriewerken für Elektrofahrzeuge. General Motors teilte mit, dass sie noch immer kein umfassendes Gegenangebot zu ihrem Vorschlag vom 21. September erhalten hätten.
Die Lage bleibt also angespannt, während die Autogewerkschaft und die Autohersteller weiterhin um eine Einigung ringen.
