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US-Autokredite: Fast jeder fünfte Neuwagen kostet über 1.000 Dollar monatlich

Neue Experian-Daten zeigen: 19% aller US-Neuwagenkredite übersteigen 1.000 Dollar monatlich – und Luxusautos sind kaum schuld.

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US-Autokredite: Fast jeder fünfte Neuwagen kostet über 1.000 Dollar monatlich

Die monatlichen Belastungen durch Autokredite in den USA erreichen neue Höchststände. Laut einer aktuellen Analyse von Experian Automotive, die mehr als fünf Millionen laufende Autokredite und Leasingverträge im ersten Quartal 2026 ausgewertet hat, liegt bei fast 19% aller Neuwagenkredite die monatliche Rate bei mindestens 1.000 US-Dollar. Im Vorjahr waren es noch rund 17,4% – ein deutlicher Anstieg innerhalb von nur zwölf Monaten.

Besonders bemerkenswert ist dabei, wer diese hohen Raten zahlt: Nicht etwa Käufer von Luxusfahrzeugen, sondern überwiegend Fahrer von Alltagsmodellen. Laut Experian entfallen fast 74% der Autokredite mit monatlichen Raten von 1.000 Dollar oder mehr auf Nicht-Luxusmodelle. Die fünf am häufigsten vertretenen Fahrzeuge in dieser Kategorie sind allesamt beliebte Pickup-Trucks – darunter der Ford F-150, der Chevrolet Silverado 1500 und der Ram 1500.

Chipmangel als Wendepunkt

Noch vor fünf Jahren war die Situation eine völlig andere. Damals machten Autokredite mit monatlichen Raten über 1.000 Dollar lediglich 5,4% des Marktes aus. Der entscheidende Wendepunkt kam in den Jahren 2021 und 2022: Der weltweite Chipmangel zwang Automobilhersteller dazu, ihre Produktion auf hochwertigere und profitablere Modelle zu konzentrieren. Die Folge war ein massiver Anstieg der Fahrzeugpreise – und damit auch der Kreditsummen und monatlichen Raten.

Diese Entwicklung hat laut Experian die Erwartungen der Käufer grundlegend verändert. Die durchschnittliche Kreditsumme für einen Neuwagen liegt inzwischen auf einem Allzeithoch von 43.952 US-Dollar. Auch die durchschnittliche monatliche Rate hat mit 770 US-Dollar einen Rekordwert erreicht. Beide Zahlen spiegeln einen Automobilmarkt wider, der sich trotz der hohen Belastungen als relativ robust erweist.

Für deutsche Verbraucher sind diese Zahlen aufschlussreich: In den USA sind Pickup-Trucks keine Nischenprodukte, sondern Massenware. Modelle wie der Ford F-150 gehören zu den meistverkauften Fahrzeugen des Landes überhaupt. Dass ausgerechnet diese Fahrzeuge nun die Statistik der teuersten Autokredite anführen, zeigt, wie stark gestiegene Fahrzeugpreise auch bei Standardmodellen die Finanzierungskosten in die Höhe treiben.

Zahlungsausfälle steigen, bleiben aber moderat

Trotz der wachsenden finanziellen Belastung für US-Verbraucher hält sich die Zahl der Zahlungsausfälle bislang in Grenzen. Der Anteil der Kredite mit einem Verzug von mehr als 30 Tagen ist leicht auf 2% aller Neuwagenkredite gestiegen. Auch die Quote der 60-Tage-Verzüge nahm zu. Dennoch liegen die Ausfallraten laut Experian weiterhin unter dem Niveau von 2018 – ein Zeichen dafür, dass die meisten Kreditnehmer ihre Raten trotz der gestiegenen Belastung noch stemmen können.

Die Daten zeichnen insgesamt das Bild eines US-Automobilmarkts, der sich in einer strukturellen Verschiebung befindet. Höhere Fahrzeugpreise, gestiegene Zinsen und die anhaltende Beliebtheit großer Trucks und SUVs treiben die monatlichen Kreditraten in Rekordhöhen – und das nicht nur im Premiumsegment, sondern mitten im Massenmarkt.

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