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US-Aktienmärkte steigen nach überraschend moderaten Inflationsdaten

Schwache Erzeugerpreise und ein rückläufiger CPI schüren Hoffnungen auf ein Ende der Fed-Zinserhöhungen.

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US-Aktienmärkte steigen nach überraschend moderaten Inflationsdaten

Die US-Aktienmärkte haben neue Höchststände erreicht, nachdem zwei aufeinanderfolgende Inflationsberichte moderater als erwartet ausgefallen sind. Ausschlaggebend war zuletzt der Erzeugerpreisindex (PPI), der die Preisentwicklung auf Großhandelsebene misst und damit ein wichtiger Frühindikator für die allgemeine Inflation ist.

Der PPI stagnierte im Juli vollständig – also ein Anstieg von 0,0 Prozent. Im Juni war er bereits um 0,1 Prozent gesunken. Analysten, die vom Wall Street Journal befragt wurden, hatten für Juli einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet. Das tatsächliche Ergebnis blieb damit deutlich hinter den Prognosen zurück.

Doppeltes Inflationssignal befeuert Marktoptimismus

Die PPI-Daten folgen auf einen weiteren positiven Bericht vom Vortag: Der Verbraucherpreisindex (CPI), der die Inflation auf Konsumentenebene misst, hatte am Mittwoch ebenfalls eine leichte Verlangsamung gezeigt. Zusammen senden beide Datenpunkte ein klares Signal: Der Inflationsdruck in den USA lässt spürbar nach.

Für Anleger ist das eine bedeutende Entwicklung. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat in den vergangenen Monaten die Zinsen aggressiv angehoben, um die Inflation zu bekämpfen. Niedrigere Inflationsdaten erhöhen nun die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed vorerst auf weitere Zinserhöhungen verzichtet – was Aktien in der Regel Auftrieb gibt, da günstigere Finanzierungsbedingungen die Unternehmensgewinne stützen.

Fed-Zinserhöhung im September immer unwahrscheinlicher

Die Markterwartungen haben sich nach den jüngsten Daten deutlich verschoben. Laut dem CME FedWatch-Tool, das die am Terminmarkt implizierte Wahrscheinlichkeit für Fed-Entscheidungen misst, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf der September-Sitzung der Federal Reserve nun bei rund 35 Prozent. Noch vor einer Woche lag dieser Wert bei 55 Prozent – ein erheblicher Rückgang innerhalb kurzer Zeit.

Für deutsche Anleger ist diese Entwicklung ebenfalls relevant. Die Geldpolitik der Fed beeinflusst maßgeblich die globalen Kapitalmärkte, den Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar sowie die Stimmung an europäischen Börsen. Eine weniger restriktive Fed-Politik kann auch hiesigen Märkten Rückenwind geben.

Die Kombination aus nachlassender Inflation und sinkenden Zinserhöhungserwartungen schafft ein günstigeres Umfeld für Risikoassets wie Aktien. Ob sich dieser Trend fortsetzt, wird maßgeblich von den kommenden Wirtschaftsdaten abhängen – insbesondere von weiteren Inflations- und Arbeitsmarktberichten aus den USA.

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