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US-Aktienfonds verlieren 21,9 Milliarden Dollar in einer Woche

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben Anleger aus US-Aktien – Versorger und Industriewerte profitieren als sichere Häfen.

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US-Aktienfonds verlieren 21,9 Milliarden Dollar in einer Woche

Amerikanische Aktienfonds haben in der Woche bis zum 4. März ihren stärksten Kapitalabfluss seit acht Wochen verzeichnet. Laut Daten von LSEG Lipper zogen Investoren netto 21,92 Milliarden US-Dollar aus US-Aktienfonds ab – der größte wöchentliche Nettomittelabfluss seit dem 7. Januar. Auslöser war die Eskalation des Nahostkonflikts, der Ölpreise auf den stärksten Wochenanstieg seit Anfang 2022 trieb.

Die steigenden Ölpreise schürten Inflationssorgen und nährten die Befürchtung, dass die US-Notenbank Federal Reserve erwartete Zinssenkungen weiter verzögern könnte. Anleger reduzierten daraufhin ihr Risikoengagement spürbar. Besonders hart trafen die Abflüsse Wachstumsfonds, die mit 11,15 Milliarden Dollar ihren größten wöchentlichen Rückgang seit dem 17. Dezember 2025 hinnehmen mussten.

Versorger und Industriewerte als Gewinner

Trotz der breiten Verkaufswelle zeigten sich bestimmte Sektoren widerstandsfähig. Sektorfonds verzeichneten in der Summe Zuflüsse von 1,2 Milliarden Dollar. Besonders gefragt waren Fonds aus den Bereichen Industrie, Versorger sowie Metalle und Bergbau:

  • Industriefonds: 1,65 Milliarden Dollar Nettokäufe
  • Versorgerfonds: 671 Millionen Dollar Nettokäufe
  • Metalle und Bergbau: 582 Millionen Dollar Nettokäufe

Value-Fonds konnten sich ebenfalls behaupten und zogen netto 146 Millionen Dollar an – der vierte Woche in Folge mit positiven Mittelzuflüssen. Das unterstreicht die Rotation von Wachstums- hin zu substanzorientierten Investments in unsicheren Marktphasen.

Geldmarkt und Anleihen profitieren von Risikoaversion

Die ausgeprägte Risikoaversion trieb Anleger verstärkt in sichere Anlageklassen. Geldmarktfonds verzeichneten Zuflüsse von 22,51 Milliarden Dollar – ein Achtwochenhoch. US-Anleihenfonds verbuchten bereits die neunte Woche in Folge Nettokäufe mit einem Volumen von 7,29 Milliarden Dollar.

Innerhalb des Anleihemarktes flossen die größten Summen in kurzfristige bis mittelfristige Investment-Grade-Fonds (1,71 Milliarden Dollar), Kommunalanleihen-Fonds (1,44 Milliarden Dollar) sowie kurz- bis mittelfristige Staatsanleihen (929 Millionen Dollar). Das klassische Flucht-in-Sicherheit-Muster spiegelt sich damit deutlich in den Kapitalströmen wider.

Abseits der Marktbewegungen gab der Ecofin Global Utilities and Infrastructure Trust PLC (LON: EGL) einen Führungswechsel bekannt. David Simpson schied als Vorsitzender und Direktor des Trusts aus. Susannah Nicklin übernahm den Vorsitz mit sofortiger Wirkung. Hintergründe zu Simpsons Abgang oder die Dauer seiner Amtszeit wurden nicht kommuniziert.

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