Unsicherheit an den Börsen
Steigende Zinsen und schwache Konjunkturdaten belasten die Aktienmärkte.

Der jüngste Kursrückgang an der Wall Street vom vergangenen Freitag hat viele Marktbeobachter vorsichtiger gestimmt. Der Dow Jones ging nach einem starken Start am Montag nur noch 0,2 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologietitel des Nasdaq 100 konnten sich mit einem Plus von 0,7 Prozent etwas stärker erholen. Die Konjunkturdaten des Tages fielen insgesamt jedoch nicht gut aus. Während die Zahl der schwebenden Hausverkäufe im Januar überraschend um 8,1 Prozent gestiegen ist, fielen die Bestellungen für langlebige Gebrauchsgüter wie Flugzeuge und Maschinen im Januar um 4,5 Prozent zum Vormonat.
Der Immobilien-Investor Patrizia verzeichnete aufgrund der Krise am Immobilienmarkt im vergangenen Jahr ein um knapp 40 Prozent geschrumpftes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 78,9 Millionen Euro. Dennoch stieg das verwaltete Vermögen (Assets under Management) um über 20 Prozent auf 59,1 Milliarden Euro. Die Commerzbank ist nach rund viereinhalb Jahren in den DAX zurückgekehrt. Die Möglichkeit dazu ergab sich durch den Abschied des Gasherstellers Linde und weil es der Commerzbank rechtzeitig gelungen ist, zum zweiten Mal in Folge ein positives operatives Jahresergebnis vorzulegen.
Der US-Pharmakonzern Pfizer prüft laut "Wall Street Journal" eine Übernahme des Biotechunternehmens Seagen für mehr als 30 Milliarden Dollar, um sein Angebot an Krebsmedikamenten zu verstärken. Der japanische Autobauer Nissan schraubt seine Elektroauto-Ziele nach oben und baut angesichts des US-Subventionspakets die Produktion in den Vereinigten Staaten aus. Bis 2030 soll der Anteil der elektrifizierten Fahrzeuge an der gesamten Flotte auf 55 Prozent steigen.
Im Kampf um die technologische Führung bei Künstlicher Intelligenz (KI) steigt auch der weltgrößte Videospiele-Anbieter Tencent in den Ring und hat hierzu ein Entwicklungs-Team zusammengestellt. Die Software, die der von Microsoft eingesetzten KI ChatGPT Konkurrenz machen soll, heißt "HunyuanAide". Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass die Facebook-Mutter Meta ebenfalls ihre KI-Software LLaMA ins Rennen schickt, die sich an die Forschungsgemeinschaft und staatliche Stellen richtet.
