UniFirst-Aktie explodiert: Cintas bietet 275 Dollar pro Anteil
Übernahmegespräche treiben Kurs um 18 Prozent nach oben – Preis liegt deutlich über aktuellem Niveau

Die Aktie des US-Berufsbekleidungsanbieters UniFirst Corp. (NYSE:UNF) ist am Dienstagmorgen um 18 Prozent in die Höhe geschnellt. Auslöser war ein Bericht von Bloomberg, wonach der größere Konkurrent Cintas Corp. (Nasdaq:CTAS) erneut ein Übernahmeangebot vorgelegt hat. Das Gebot liegt bei 275 Dollar pro Aktie – ein deutlicher Aufschlag auf den Schlusskurs vom Montag von 199,84 Dollar.
Nach Bekanntwerden der Nachricht kletterte die UniFirst-Aktie im vorbörslichen Handel auf 235,80 Dollar. Damit nähert sich der Kurs bereits dem gebotenen Preis, liegt aber noch rund 17 Prozent darunter. Für Anleger signalisiert dies, dass der Markt eine erfolgreiche Übernahme noch nicht als sicher einsetzt.
Jahrelange Übernahmeversuche
Cintas hatte das Angebot von 275 Dollar pro Aktie erstmals im Januar 2023 unterbreitet. Damals scheiterten die Gespräche jedoch, da UniFirst nicht zu "substanziellen" Verhandlungen bereit war. Der Konzern zog sein Angebot daraufhin zurück. Im Dezember 2024 wagte Cintas einen erneuten Anlauf mit dem gleichen Preis.
Steven Sintros, CEO von UniFirst, bestätigte das neue Angebot im vergangenen Monat während einer Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen. Er erklärte, der Vorstand prüfe gemeinsam mit Beratern, ob das Angebot im besten Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre liege. Diese Aussage deutet darauf hin, dass UniFirst diesmal offener für Gespräche ist als noch vor zwei Jahren.
Marktkonsolidierung im Berufsbekleidungssektor
Eine Übernahme würde die Marktkonzentration im Bereich Berufsbekleidung und Textildienstleistungen weiter erhöhen. Cintas ist bereits Marktführer und würde durch die Akquisition seine Position deutlich ausbauen. Für UniFirst-Aktionäre könnte sich das Angebot als attraktiv erweisen, da es einen Aufschlag von knapp 38 Prozent auf den Kurs vor Bekanntwerden der Gespräche bedeutet.
Ob die Verhandlungen diesmal zu einem Abschluss führen, bleibt abzuwarten. Kartellrechtliche Prüfungen könnten eine zusätzliche Hürde darstellen. Anleger sollten die Entwicklung aufmerksam verfolgen, da weitere Kursbewegungen wahrscheinlich sind.
