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Uneinheitliche Märkte in Asien vor Nvidia-Zahlen

Chinas Wachstum stabil, Japans Exporte überraschen trotz Zollsorgen

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Uneinheitliche Märkte in Asien vor Nvidia-Zahlen

Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich gestern uneinheitlich. In Tokio sank der Nikkei-Index um 0,5 Prozent auf 38.226 Punkte, während der breiter gefasste Topix ebenfalls 0,5 Prozent tiefer bei 2695 Punkten notierte. Im Gegensatz dazu legte die Börse in Shanghai um 0,6 Prozent auf 3364 Punkte zu. Der CSI-300-Index, der die wichtigsten chinesischen Unternehmen umfasst, stieg um 0,3 Prozent auf 3987 Punkte. Die chinesische Zentralbank ließ die Leitzinsen wie erwartet unverändert.

Die japanischen Chipwerte verzeichneten Rückgänge, obwohl ihre US-Pendants Kursgewinne verzeichneten. Tokyo Electron fiel um 1,1 Prozent und belastete damit den Nikkei erheblich. Der Chiptest-Hersteller Advantest, ein Zulieferer von Nvidia, verlor 0,8 Prozent. SoftBank, ein auf Künstliche Intelligenz fokussierter Start-up-Investor, büßte 0,3 Prozent ein. Analysten wie Kyle Rodda von Capital.com äußerten Bedenken hinsichtlich der Nachfrage nach Chips im kommenden Quartal, was die Erwartungen an Nvidias Prognosen dämpfte. Die Aktien des KI-Chip-Spezialisten gelten als wichtiger Indikator für die technologische Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz.

Auch die Rohstoffmärkte blieben stabil. Rohöl der Nordseesorte Brent stagnierte bei einem Preis von 73,28 Dollar je Barrel, während US-Öl der Sorte WTI um 0,2 Prozent auf 69,50 Dollar stieg.

Japans Exporte stiegen im Oktober überraschend stark um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, angetrieben durch die Nachfrage nach Chipausrüstung aus China. Die Importe erhöhten sich um 0,4 Prozent, was zu einem Handelsdefizit von 461,2 Milliarden Yen führte. Volkswirte hatten zuvor mit einem geringeren Exportwachstum gerechnet. Trotz dieser positiven Entwicklung trüben mögliche neue US-Strafzölle die Aussichten. Ein geplanter Zoll von zehn Prozent auf alle US-Importe könnte Japans Bruttoinlandsprodukt nach Einschätzung von Experten um 0,13 Prozent senken.

Die Binnenwirtschaft Japans zeigt ebenfalls Erholungstendenzen. Daten zum Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal wiesen einen unerwartet starken Anstieg des privaten Konsums aus, der durch steigende Löhne begünstigt wurde. Der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, erklärte, dass die Wirtschaft auf eine nachhaltige lohngetriebene Inflation zusteuere, was die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung im nächsten Monat nicht ausschließe.

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