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TSMC, Samsung, SK Hynix: Warum EM-Fonds jetzt umschichten müssen

Massive Gewinne zwingen Schwellenländer-Fondsmanager zur Diversifizierung – Positionslimits setzen klare Grenzen.

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TSMC, Samsung, SK Hynix: Warum EM-Fonds jetzt umschichten müssen

Fondsmanager, die in diesem Jahr mit Beteiligungen an den drei stärksten Schwellenländer-Aktien erhebliche Gewinne eingefahren haben, geraten zunehmend unter Druck, ihre Portfolios breiter aufzustellen. Betroffen sind Positionen in Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), SK Hynix und Samsung Electronics – allesamt Schwergewichte im Halbleiter- und Technologiesektor.

Ein am Donnerstag veröffentlichter Bericht von JPMorgan macht die Ursache deutlich: Internationale Investoren stoßen bei diesen drei Titeln an die Grenzen ihrer Anlagemandate. Diese schreiben vor, wie hoch die maximale Gewichtung einer einzelnen Aktie oder einer bestimmten Branche im Portfolio sein darf.

Konzentrationslimits als entscheidender Faktor

Solche Positionierungs- und Konzentrationslimits sind ein zentrales Instrument im Risikomanagement institutioneller Fonds. Sie sollen verhindern, dass ein Portfolio zu stark von einzelnen Titeln oder Sektoren abhängt. Gerade in Schwellenländer-Fonds, die oft einen breiten geografischen und sektoralen Anspruch haben, spielen diese Regeln eine besondere Rolle.

Da TSMC, SK Hynix und Samsung in diesem Jahr zu den am besten performenden Schwellenländer-Aktien zählen, ist ihr Anteil am Gesamtportfolio vieler Fonds durch die Kurssteigerungen automatisch gewachsen. Selbst ohne aktive Zukäufe können solche Positionen die vorgeschriebenen Obergrenzen überschreiten – und zwingen die Fondsmanager zum Handeln.

Die betroffenen Unternehmen gehören zu den bedeutendsten Playern der globalen Halbleiterindustrie. TSMC aus Taiwan gilt als weltgrößter Auftragsfertiger für Chips und beliefert unter anderem Apple, Nvidia und AMD. Das südkoreanische Unternehmen SK Hynix ist einer der führenden Hersteller von Arbeitsspeichern (DRAM) und NAND-Flash-Speichern. Samsung Electronics wiederum ist nicht nur im Speicherchip-Segment tätig, sondern auch als Auftragsfertiger und Konsumgüterkonzern weltweit präsent.

Diversifizierung als Pflicht, nicht als Wahl

Für Schwellenländer-Investoren bedeutet die aktuelle Situation, dass sie trotz laufender Gewinne Positionen reduzieren oder zumindest nicht weiter aufstocken dürfen. Das Kapital muss stattdessen in andere Titel oder Märkte umgeleitet werden. Dies kann kurzfristig Druck auf die betroffenen Aktien ausüben, da institutionelle Verkäufe das Angebot am Markt erhöhen.

Der JPMorgan-Bericht beleuchtet damit eine strukturelle Herausforderung, mit der große Fondsmanager regelmäßig konfrontiert sind: Je erfolgreicher einzelne Positionen laufen, desto stärker wächst der Zwang zur Umschichtung. Für private Anleger, die solche Mandate nicht kennen, kann dieses Verhalten institutioneller Investoren auf den ersten Blick widersprüchlich wirken – schließlich werden Gewinneraktien verkauft, obwohl die Fundamentaldaten stark bleiben.

Für deutsche Privatanleger, die selbst in Schwellenländer-ETFs oder aktiv gemanagte EM-Fonds investiert sind, lohnt sich ein Blick auf die Zusammensetzung ihrer Produkte. Fonds mit hoher Konzentration in asiatischen Halbleiterwerten könnten in den kommenden Wochen Umschichtungen vornehmen, die die Wertentwicklung beeinflussen.

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