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Trumps neue Zölle treffen asiatische Stahlkonzerne

Südkorea kündigt Gegenmaßnahmen an, Vietnam meldet drastischen Exportrückgang in die USA

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 Trumps neue Zölle treffen asiatische Stahlkonzerne

Die Aktienkurse südkoreanischer und vietnamesischer Stahlhersteller sind am Montag gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, die Zölle auf importierten Stahl und Aluminium auf 50 Prozent zu verdoppeln. Die neuen Maßnahmen sollen am 4. Juni in Kraft treten. Bereits am Freitag hatte Trump die Erhöhung verkündet, nur wenige Stunden nachdem er China vorgeworfen hatte, gegen ein Abkommen über den gegenseitigen Abbau von Zöllen und Handelsbeschränkungen für kritische Mineralien verstoßen zu haben.

In Südkorea kündigte das Industrieministerium an, auf die neuen Zölle im Rahmen der laufenden Handelsgespräche mit den Vereinigten Staaten reagieren zu wollen, um die Auswirkungen auf die heimische Industrie zu begrenzen. Südkorea war im vergangenen Jahr nach Kanada, Mexiko und Brasilien der viertgrößte Stahlexporteur in die Vereinigten Staaten. Das Ministerium berief eine Krisensitzung mit Vertretern führender Stahlunternehmen wie POSCO und Hyundai Steel ein.

An der Börse verloren die Aktien von POSCO und Hyundai Steel jeweils rund drei Prozent. SeAH Steel Corp gab sogar um 6,3 Prozent nach. Auch vietnamesische Unternehmen verzeichneten Kursverluste: Hoa Sen Group fiel um 2,8 Prozent, Nam Kim Steel um 3,4 Prozent und Vietnam Steel Corp um 2,7 Prozent. Die vietnamesischen Ausfuhren von Stahl und Stahlprodukten in die USA waren in den ersten vier Monaten des Jahres bereits um 27 Prozent zurückgegangen.

Ein Vertreter der südkoreanischen Stahlindustrie erklärte, die hohen Zölle würden eine zusätzliche Belastung für exportierende Unternehmen darstellen, insbesondere wenn die Stahlpreise in den USA nicht weiter ansteigen. Südkoreanische Stahlfirmen hatten sich bislang zurückgehalten, ihre Exporte in die USA deutlich zu erhöhen, um keine zusätzliche Aufmerksamkeit der US-Behörden auf sich zu ziehen, obwohl die Stahlpreise dort gestiegen waren. Dennoch legten die südkoreanischen Stahllieferungen in die USA im April im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent zu.

Zu den ersten Maßnahmen nach Trumps Amtsantritt im Januar zählten bereits Zölle von 25 Prozent auf den Großteil der Stahl- und Aluminiumimporte. Diese traten am 12. März in Kraft. Branchenvertreter erklärten, die Zölle hätten die Stahlpreise in den Vereinigten Staaten erhöht, was Auswirkungen auf Sektoren wie Haushaltsgeräte, Automobilbau und Bauwirtschaft habe. Die südkoreanische Regierung setzt sich in Gesprächen mit den USA weiterhin für Ausnahmen von den Zöllen ein.

StahlAktienVietnamSüdkorea Donald TrumpZöllePolitik

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