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Trump verzichtet auf Iran-Angriff nach Bitten nahöstlicher Verbündeter

US-Präsident Trump sagt geplante Militärschläge gegen den Iran ab – unter der Bedingung, dass schnell ein Abkommen zustande kommt.

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Trump verzichtet auf Iran-Angriff nach Bitten nahöstlicher Verbündeter

Donald Trump hat angekündigt, auf weitere Militärschläge gegen den Iran zu verzichten. Ausschlaggebend dafür waren Bitten von Verbündeten aus dem Nahen Osten, die die USA um Zurückhaltung ersucht hatten. Als Bedingung nannte Trump, dass „zügig ein DEAL zustande kommt".

Der US-Präsident veröffentlichte seine Erklärung am Samstagabend auf seiner Plattform Truth Social. Darin betonte er, die USA seien gegenüber dem Iran weiterhin „entsichert und geladen" sowie „einsatzbereit". Dennoch habe er sich entschlossen, einen angedrohten Schlag abzusagen – vorausgesetzt, eine Einigung werde rasch erzielt.

Trump erklärte, die USA seien „vom Iran und anderen Ländern des Nahen Ostens gebeten worden", von weiteren Angriffen abzusehen. Zugleich betonte er, dass Israel „sich mir in dieser Zusage anschließt". Der Post erschien nur wenige Tage nach Trumps Warnung, die USA würden den Iran „sehr hart" treffen.

Eckpunkte einer möglichen Vereinbarung

Als zentrale Bestandteile einer möglichen Einigung nannte Trump die sofortige und vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus sowie ein „Ende der nuklearen Bedrohung durch den Iran". Beide Punkte gelten als Kernforderungen der USA und ihrer Verbündeten in der Region.

Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran befindet sich inzwischen im sechsten Monat. Die USA und Israel hatten am 28. Februar erstmals Angriffe auf iranische Militäranlagen und Führungskräfte gestartet. Der Iran reagierte daraufhin mit der weitgehenden Schließung der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt für den globalen Ölhandel –, was die weltweiten Ölpreise stark in die Höhe trieb.

Nach einer mehrtägigen Pause eskalierte der Konflikt am Dienstag erneut: Die Islamischen Revolutionsgarden feuerten ballistische Raketen auf US-Militäreinrichtungen in der Region ab, woraufhin Washington mit Vergeltungsmaßnahmen antwortete. Trump hatte seine Drohung am Freitag noch einmal bekräftigt: „Wir werden sie sehr hart treffen, und irgendwann werden sie sagen: ‚Wir halten das einfach nicht mehr aus'."

Berichte über geplante Bombenkampagne

Wenige Stunden vor Trumps Rückzieher berichtete CBS News, dass die USA und Israel eine aggressive gemeinsame Bombenkampagne gegen die iranische Energieinfrastruktur vorbereiteten. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, lehnte eine direkte Stellungnahme zu diesem Bericht ab. Sie erklärte jedoch, der Iran habe eine im Juni unterzeichnete Absichtserklärung „gebrochen", die als Rahmen zur Beendigung des Konflikts dienen sollte.

Auf iranischer Seite meldete sich Außenminister Abbas Araghchi zu Wort. Er teilte mit, am Samstagabend Telefonate mit seinen Amtskollegen in Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei geführt zu haben. Gegenüber dem saudi-arabischen Außenminister Prinz Faisal bin Farhan machte Araghchi deutlich, dass Teheran auf jegliche „feindseligen Handlungen" der USA und Israels mit einer „entschlossenen und angemessenen" Antwort reagieren werde. Auch eine „Beteiligung und Zusammenarbeit" regionaler Staaten werde der Iran nicht unbeantwortet lassen.

Die Lage bleibt damit trotz Trumps Ankündigung äußerst angespannt. Beide Seiten führen weiterhin Angriffe durch, während gleichzeitig diplomatische Bemühungen um eine Einigung laufen. Für die globalen Energiemärkte ist der Ausgang des Konflikts von erheblicher Bedeutung – insbesondere angesichts der strategischen Rolle der Straße von Hormus für den weltweiten Öltransport.

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