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Trump droht mit Überarbeitung des britischen Handelsabkommens

US-Präsident Trump stellt das Handelsabkommen mit Großbritannien infrage – wegen Spannungen mit Premier Starmer und dem Iran-Konflikt.

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Trump droht mit Überarbeitung des britischen Handelsabkommens

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch offen angedeutet, die Bedingungen des bestehenden Handelsabkommens mit dem Vereinigten Königreich neu verhandeln zu wollen. Als Begründung nannte er Unstimmigkeiten mit der britischen Innenpolitik sowie mit Premierminister Keir Starmer persönlich. Die Aussagen sorgen auf beiden Seiten des Atlantiks für Aufsehen.

„Wir haben ihnen ein gutes Handelsabkommen gewährt. Besser, als ich gemusst hätte. Das kann jederzeit geändert werden", sagte Trump in einem Interview mit Sky News, das am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Worte klingen wie eine direkte Warnung an London – und sie kommen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Hintergrund: Das britisch-amerikanische Handelsabkommen

Trump und Starmer hatten im vergangenen Jahr einen Handelspakt vereinbart, der die Zölle auf wichtige britische Exporte in die USA senkte und gleichzeitig die britischen Importquoten für bestimmte amerikanische Agrarprodukte erhöhte. Das Abkommen galt im Vergleich zu Vereinbarungen, die Washington mit anderen Verbündeten geschlossen hatte, als besonders vorteilhaft für London – ein Umstand, den Trump nun offenbar als Druckmittel einsetzt.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist das Abkommen relevant, weil es als Maßstab für transatlantische Handelsgespräche gilt. Eine Neuverhandlung oder gar ein Scheitern des Pakts könnte Signalwirkung für andere Handelsbeziehungen der USA haben.

Iran-Konflikt als Auslöser der Spannungen

Der eigentliche Auslöser der aktuellen Verstimmung scheint der Streit um den US-Krieg gegen den Iran zu sein. Trump kritisierte die britische Zurückhaltung, sich an den amerikanischen Militäraktionen zu beteiligen. Auf die Frage nach dem Zustand der Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien antwortete Trump unmissverständlich: „Es ist eine Beziehung, in der sie nicht da waren, als wir sie um Hilfe baten. Als wir sie brauchten, waren sie nicht da. Als wir sie nicht brauchten, waren sie nicht da. Und sie sind immer noch nicht da."

Gleichzeitig zeigte sich Trump gegenüber Sky News verhalten optimistisch, was eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt betrifft. Ein Abkommen mit dem Iran sei „sehr gut möglich", noch bevor der britische König Ende des Monats die USA besuche. „Sie sind ziemlich angeschlagen. Es ist sehr gut möglich", so Trump.

Das US-Zentralkommando hatte am Dienstag bestätigt, dass die Vereinigten Staaten eine vollständige Blockade der iranischen Häfen und der Schifffahrt umgesetzt haben – wenige Tage nachdem Trump diesen Schritt angeordnet hatte, um Teheran zu einem Waffenstillstand zu bewegen.

Belastungsprobe für das „Special Relationship"

Die sogenannte „Special Relationship" – die traditionell enge Partnerschaft zwischen den USA und Großbritannien – steht damit unter erheblichem Druck. Trumps Aussage, die Beziehung sei „schon einmal besser gewesen", ist ein deutliches Signal, dass London in Washington derzeit nicht als verlässlicher Partner gilt.

Für Märkte und Investoren bedeutet die Unsicherheit rund um das Handelsabkommen ein erhöhtes Risiko. Sollte Trump tatsächlich Nachverhandlungen erzwingen oder Zollvorteile zurückziehen, wären britische Exporteure – insbesondere in der Automobil- und Stahlindustrie – unmittelbar betroffen. Wie weit Trump seine Drohung tatsächlich umsetzt, bleibt abzuwarten.

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