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Trotz Krise: Volkswagen setzt auf Elektromobilität

Anpassungen in Zwickau trotz fester Vision für die Zukunft

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Trotz Krise: Volkswagen setzt auf Elektromobilität

Volkswagen, einer der weltweit führenden Automobilhersteller, hat kürzlich angekündigt, dass befristete Arbeitsverträge in seiner Elektroauto-Fabrik in Zwickau nicht verlängert werden. Dies betrifft 269 Verträge, die bald auslaufen werden. Das Unternehmen hat auch darauf hingewiesen, dass möglicherweise Anpassungen im Schichtbetrieb vorgenommen werden müssen. Als Hauptgrund für diese Entscheidung wurde die aktuelle Marktsituation angeführt, insbesondere die Inflation und die sinkenden Kaufprämien für Elektroautos.

Die Fabrik in Zwickau ist spezialisiert auf die Produktion von Vollstromern, einschließlich Modelle für die Marken VW, Audi und Cupra. Bei anhaltend geringer Nachfrage könnten weitere befristete Verträge, die derzeit rund 2200 Mitarbeiter betreffen, ebenfalls nicht verlängert werden. Trotz dieser Entwicklungen bleibt Volkswagen seiner Vision treu. Ein Unternehmenssprecher betonte, dass Volkswagen "weiterhin zu 100 Prozent vom Weg in die Elektromobilität überzeugt" sei und keine Kurskorrektur vorgesehen sei.

Interessanterweise wurde in der Betriebsversammlung klargestellt, dass die Zwickauer Fabrik weiterhin eine zentrale Rolle im Unternehmen spielen wird. Das Werk war bisher ein Vorreiter in der Elektromobilität für Volkswagen. Modelle wie der ID.3, ID.4 und ID.5 von VW sowie der Q4 e-tron und der Q4 Sportback e-tron von Audi und der Cupra Born werden dort produziert. Seit 2020 werden an diesem Standort keine Verbrenner mehr hergestellt.

Trotz der aktuellen Herausforderungen in Zwickau plant Volkswagen, die Produktion bestimmter Modelle auf andere Standorte auszuweiten. So wird der Audi Q4 e-tron ab Ende 2023 auch in Brüssel produziert, während der ID.3 ab Herbst in Wolfsburg in begrenzten Mengen hergestellt wird. Eine Vollproduktion in Wolfsburg ist für 2024 geplant.

Jens Katzek, Geschäftsführer des Branchenverbands Automotive Cluster Ostdeutschland, betonte, dass der Übergang zur Elektromobilität von Anfang an als herausfordernd angesehen wurde. Er betonte die Priorität der Elektromobilität für die Zukunft und wies darauf hin, dass sowohl die Politik als auch die Unternehmen zusammenarbeiten müssen, um diesen Übergang erfolgreich zu gestalten. Er erwähnte auch, dass Verbraucher durch politische Entscheidungen verunsichert seien und betonte die Bedeutung des Ausbaus der Ladeinfrastruktur.

In einem weiteren bemerkenswerten Schritt hat Volkswagen beschlossen, die Produktion des Elektroautos ID.3 in der Gläsernen Manufaktur in Dresden einzustellen. Obwohl die Produktion eingestellt wird, bleibt der Standort erhalten und die rund 300 Mitarbeiter werden in anderen Bereichen, wie der innovativen Fertigung und Erprobung, eingesetzt.

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