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Transnet schreibt LeaseCo-Partnerschaft für Schienenfahrzeuge aus

Zwei Bieter kämpfen um die Mehrheitsbeteiligung an Transnets neuer Leasinggesellschaft für Lokomotiven und Waggons.

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Transnet schreibt LeaseCo-Partnerschaft für Schienenfahrzeuge aus

Der südafrikanische Staatskonzern Transnet hat eine formelle Ausschreibung (Request for Proposal, RFP) an zwei in die engere Wahl gezogene Bieter gerichtet. Diese sollen als privater Mehrheitspartner an der geplanten Leasinggesellschaft „LeaseCo" beteiligt werden. Die beiden Kandidaten wurden aus insgesamt 14 Teilnehmern eines vorangegangenen Qualifizierungsverfahrens (RFQ) vom April ausgewählt. Ihre Identität gab Transnet bislang nicht bekannt.

LeaseCo soll als eigenständige Gesellschaft für den Erwerb, die Verwaltung und das Leasing von Schienenfahrzeugen für inländische und regionale Märkte zuständig sein. Das Projekt wird als öffentlich-private Partnerschaft (PPP) unter Einbeziehung von Transnet Engineering umgesetzt. „Der Mehrheitspartner aus dem Privatsektor wird Kapital, technisches Fachwissen und operative Kapazitäten einbringen, um die Flotte zu revitalisieren, zu verwalten und zu erweitern", erklärte Transnet in einer offiziellen Mitteilung.

Hunderte Lokomotiven und tausende Waggons als Einlage

Laut einem früheren Bericht von Engineering News sollen rund 500 Diesel- und Elektrolokomotiven sowie 17.000 Waggons in LeaseCo eingebracht werden. Transnet selbst will eine zweckgebundene Flotte von Schienenfahrzeugen als Eigenkapital sowie Erstausrüster-Kapazitäten über Transnet Engineering beisteuern. Das Unternehmen beschreibt LeaseCo als „wirtschaftlich tragfähige, unabhängig geführte Leasingeinheit".

Bereits vor der formellen Gründung zeigt sich eine konkrete Nachfrage: Transnet berichtete im Mai, dass aufgrund des Interesses privater Eisenbahnverkehrsunternehmen (Train Operating Companies, TOCs) bereits Schienenfahrzeuge durch Transnet Engineering für das Leasing bereitgestellt wurden. Zudem wurden Leasingverträge mit fünf der elf TOCs abgeschlossen, die Netzzugangsvereinbarungen vom Transnet Rail Infrastructure Manager (TRIM) erhalten hatten. Diese bestehenden Verträge sollen nach der formellen Gründung auf LeaseCo übertragen werden.

Transformative Initiative für Afrikas Schienennetz

Michelle Phillips, CEO der Transnet Group, betonte die strategische Bedeutung des Projekts. „LeaseCo ist eine transformative Initiative, die darauf abzielt, das afrikanische Schienensystem zu modernisieren, privates Kapital zu mobilisieren und die Zuverlässigkeit der Güterlogistik zu erhöhen", sagte sie. Angesichts der erheblichen Nachfrage seitens der Eisenbahnverkehrsunternehmen sei LeaseCo als attraktive Investitionsmöglichkeit gut positioniert.

Nach der Ernennung des bevorzugten Bieters und dem finanziellen Abschluss der Transaktion wird LeaseCo als Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, SPV) gegründet. Einen konkreten Zeitrahmen für die Auswahl des privaten Partners und die formelle Gründung der Gesellschaft nannte Transnet jedoch nicht.

Für internationale Investoren und den deutschen Markt ist das Projekt von Interesse, da es den Trend zur Privatisierung von Infrastrukturdienstleistungen in Schwellenländern widerspiegelt. Südafrikas Schienennetz gilt als strategisch wichtig für den Rohstoffexport – insbesondere für Bergbauprodukte wie Kohle, Eisenerz und Mangan, die über die Häfen des Landes verschifft werden. Eine modernisierte und zuverlässigere Güterlogistik könnte die Wettbewerbsfähigkeit des Landes auf den globalen Rohstoffmärkten deutlich stärken.

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