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Trafigura verkauft erste Venezuela-Ölladung an Repsol

Das Schweizer Handelshaus Trafigura hat im Rahmen eines historischen Lieferabkommens zwischen Venezuela und den USA erstmals venezolanisches Rohöl verkauft. Abnehmer ist der spanische Raffineriebetreiber Repsol.

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Trafigura verkauft erste Venezuela-Ölladung an Repsol

Das Rohstoffhandelshaus Trafigura hat einen bedeutenden Meilenstein im Venezuela-Ölgeschäft erreicht: Die erste Ladung venezolanischen Rohöls aus einem 50-Millionen-Barrel-Lieferabkommen wurde an den spanischen Energiekonzern Repsol verkauft. Die Lieferung soll im Februar in Spanien eintreffen, wie Branchenquellen am Donnerstag bestätigten.

Das Geschäft markiert einen der ersten Verkäufe venezolanischen Öls nach Europa, seit die USA Anfang Januar weitreichende Vereinbarungen mit Caracas getroffen haben. Die Abkommen ermöglichen den Export von bis zu 50 Millionen Barrel venezolanischen Öls und stellen eine bedeutende Lockerung der jahrelangen Sanktionspolitik dar.

Trafigura und Vitol als Vermittler

Die US-Regierung hat die beiden Schweizer Rohstoffhändler Trafigura und Vitol mit der Abwicklung der ersten Exporte beauftragt. Während Trafigura die Repsol-Lieferung organisiert, verschifft Vitol separat eine Ladung an seine eigene Saras-Raffinerie in Italien.

Vitol hat darüber hinaus bereits Geschäfte mit den US-Raffineriebetreibern Valero Energy und Phillips 66 abgeschlossen. Die Handelshäuser vermarkten das venezolanische Öl auch aktiv an Raffinerien in Indien und weiteren internationalen Märkten.

Hintergrund des Abkommens

Die Vereinbarungen zwischen Washington und Caracas kamen nach der Festnahme des venezolanischen Machthabers Anfang Januar zustande. Sie markieren einen Wendepunkt in den Beziehungen zwischen den USA und Venezuela nach Jahren strenger Sanktionen gegen die venezolanische Ölindustrie.

Weder Trafigura noch Repsol wollten sich zu den Details des Geschäfts äußern. Trafigura reagierte nicht auf eine Stellungnahmeanfrage, während Repsol eine Kommentierung ablehnte.

Bedeutung für den europäischen Ölmarkt

Die Rückkehr venezolanischen Öls auf den europäischen Markt könnte die Versorgungssituation verbessern und zusätzliche Flexibilität bei der Rohölbeschaffung schaffen. Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven, deren Produktion jedoch aufgrund jahrelanger Unterinvestition und Sanktionen stark zurückgegangen ist.

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