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Thyssen-Krupp korrigiert Umsatzprognosen erneut

Wirtschaftliche Herausforderungen belasten den Stahlkonzern im Geschäftsjahr 2023/24 erheblich

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Thyssen-Krupp korrigiert Umsatzprognosen erneut

Der Industriekonzern Thyssen-Krupp hat nach deutlichen Einbußen im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres erneut seine Prognosen nach unten korrigiert und erwartet nun einen Umsatzrückgang. Das Unternehmen teilte mit, dass aufgrund niedrigerer Preise und Mengen in der Stahlsparte sowie im Materialgeschäft der Umsatz im Gesamtjahr unter dem Niveau des Vorjahres liegen werde. Zuvor hatte Thyssen-Krupp einen Umsatz auf Vorjahresniveau prognostiziert.

Von Januar bis März wies Thyssen-Krupp einen Verlust von 78 Millionen Euro aus, während im Vorjahreszeitraum ein Verlust von 223 Millionen Euro verbucht wurde. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank von 205 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 184 Millionen Euro. Ursächlich für die Verringerung war insbesondere der Wegfall positiver Einmaleffekte in der Autozuliefer-Sparte. Ohne diese Einmaleffekte hätte das bereinigte Ebit ein Plus verzeichnet, unterstützt durch Ergebnissteigerungen im Stahl- und Marinegeschäft sowie durch Effizienzmaßnahmen des Programms Apex.

Vor allem konjunkturbedingte Preis- und Nachfragerückgänge im Werkstoffhandel und im Stahlgeschäft führten zu Rückgängen bei Umsatz und Auftragseingängen im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Umsatz sank von 10,1 auf 9,1 Milliarden Euro und die Auftragseingänge reduzierten sich von 10,2 auf 8,6 Milliarden Euro. Diese Entwicklungen zwangen das Unternehmen, die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr 2023/24 anzupassen und nun mit einem Fehlbetrag im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich zu rechnen. Ursprünglich hatte der Konzern eine Verbesserung hin zu einem ausgeglichenen Ergebnis erwartet.

Bereits im Februar hatte Thyssen-Krupp den Ausblick für Umsatz und Nettoergebnis nach unten korrigiert. Die Prognosen für das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) und den Free Cashflow vor M&A wurden hingegen bestätigt. Diese Anpassungen reflektieren die Herausforderungen, mit denen der Konzern in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert ist, insbesondere in den Bereichen Stahlsparte und Materialgeschäft.

Zusammenfassend zeigt sich, dass Thyssen-Krupp weiterhin mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpft. Trotz einiger positiver Effekte aus Effizienzsteigerungen und Ergebnisverbesserungen in bestimmten Geschäftsbereichen bleibt der Konzern unter Druck, seine finanziellen Ziele anzupassen und sich den Marktbedingungen anzupassen. Die Entwicklungen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/24 unterstreichen die Notwendigkeit fortgesetzter Anpassungen und Maßnahmen, um die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens langfristig zu sichern.

Thyssenkrupp

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