Tesla verfehlt Wall-Street-Erwartungen trotz Anstieg der Auslieferungen
Im ersten Quartal 2025 lieferte Tesla 358.023 Fahrzeuge aus – mehr als im Vorjahr, aber weniger als erwartet.

Tesla hat im ersten Quartal 2025 weltweit 358.023 Elektrofahrzeuge ausgeliefert. Das entspricht einem Anstieg von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dennoch blieb das Ergebnis deutlich hinter den Erwartungen der Wall Street zurück.
Analysten hatten laut einem Konsens aus Schätzungen von 19 Investmenthäusern, zusammengestellt von Visible Alpha, mit rund 368.900 Auslieferungen gerechnet. Die Verfehlung dieser Prognose um mehr als 10.000 Fahrzeuge belastete die Stimmung der Investoren spürbar. Die Tesla-Aktie schloss am Donnerstag mit einem Minus von 5,4 Prozent.
Zweitschlechtestes Quartal seit 2022
Trotz des Wachstums im Jahresvergleich war das erste Quartal 2025 das zweitschlechteste Absatzquartal für Tesla seit dem Jahr 2022. Das Unternehmen kämpft seit geraumer Zeit mit mehreren Herausforderungen gleichzeitig. Dazu zählen der wachsende Wettbewerbsdruck durch chinesische Elektroautohersteller sowie der anhaltende Gegenwind durch den politischen Aktivismus von Konzernchef Elon Musk.
Die Kritik an Musks öffentlichem Auftreten hatte im vergangenen Jahr zu einem merklichen Rückgang der Fahrzeugverkäufe geführt. Kunden in Europa und Nordamerika reagierten mit Kaufzurückhaltung auf seine politischen Positionen. In Deutschland und anderen europäischen Märkten war dieser Effekt besonders deutlich spürbar.
Stabilisierung als vorsichtiges Signal
Die aktuellen Zahlen deuten dennoch auf eine gewisse Stabilisierung hin. Nach dem schwachen Vorjahr signalisiert das Wachstum von 6,3 Prozent, dass sich die Nachfrage nach Tesla-Fahrzeugen zumindest teilweise erholt. Ob dieser Trend nachhaltig ist, bleibt angesichts des intensiven Wettbewerbs und der geopolitischen Unsicherheiten offen.
Chinesische Hersteller wie BYD setzen Tesla weiterhin unter Druck. Sie bieten vergleichbare Elektrofahrzeuge zu niedrigeren Preisen an und gewinnen sowohl in Asien als auch in Europa Marktanteile. Tesla muss seine Produktpalette und Preisstrategie weiterentwickeln, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben.
