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Tesla bringt „Full Self Driving“ nach Deutschland

Genehmigung der Behörden entscheidet über Einführungstermin Anfang 2025

2 Min
Tesla bringt „Full Self Driving“ nach Deutschland

Tesla plant, die umfassenden Automatisierungsfunktionen seines Fahrassistenzsystems „Full-Self-Driving“ (FSD) Anfang 2025 in Deutschland einzuführen. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen einer Roadmap des US-amerikanischen Autoherstellers. Bislang konnten nur Kunden in Nordamerika von den erweiterten FSD-Funktionen profitieren. Die Verfügbarkeit in Deutschland hängt jedoch von der Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden ab. Der frühere Zeitpunkt der Ankündigung deutet darauf hin, dass Tesla von einer positiven Entscheidung der Behörden ausgeht.

Die Einführung der FSD-Funktion ist auch für China geplant, wobei der Zeitrahmen mit dem für Deutschland übereinstimmt. Tesla-Fahrzeuge sind bereits mit der notwendigen Hardware ausgestattet, um die Software zu nutzen, sobald diese verfügbar ist. Der Aktienkurs von Tesla stieg am Tag der Ankündigung vorübergehend um mehr als sechs Prozent, was die positive Marktreaktion auf die Neuigkeit widerspiegelt.

Derzeit können europäische Tesla-Kunden die FSD-Software für 7500 Euro erwerben, jedoch nur in einer im Vergleich zu Nordamerika reduzierten Version. Der hohe Preis wird von Tesla mit dem „vollen Potenzial für autonomes Fahren“ gerechtfertigt. Für die Zulassung der Software in Europa sind die Richtlinien der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE) entscheidend. Richard Damm, Präsident des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA), leitet eine Arbeitsgruppe in Genf, die sich mit den Vorgaben für autonome Fahrsysteme befasst.

Diskussionen innerhalb der UNECE-Arbeitsgruppe umfassen Fragen zur Kontrolle der Fahreraufmerksamkeit und den Anforderungen an die Fahrzeugsteuerung. Tesla plant, im September 2024 eine neue Technologie zur Nachverfolgung der Augenbewegungen durch Sonnenbrillen zu implementieren. Während Hersteller wie Tesla nicht direkt an den Diskussionen teilnehmen, wird Tesla durch den europäischen Elektroautoverband Avere vertreten.

Testfahrten mit dem FSD-System in Europa haben bereits stattgefunden. Im Mai testete Rikard Fredriksson von der schwedischen Transportbehörde die Funktion bei einer Fahrt von München zum Flughafen. Seine Erfahrungen, die er auf LinkedIn teilte, beschrieben die Fahrt als „beeindruckend sanft und natürlich im Fahrverhalten“. Während der Testfahrt musste der Tesla-Fahrer jedoch zweimal eingreifen. Fredriksson stuft das FSD-System auf Level 3 der internationalen Skala für autonome Fahrzeuge ein, bei dem der Fahrer die Hände vom Steuer und die Augen von der Straße nehmen kann. Mercedes-Benz erreichte bereits vor einem Jahr die Zulassung und Einstufung für ein vergleichbares System.

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