Tesla-Auslieferungen steigen um 6,3 Prozent – Aktie unter Druck
Der Elektroautobauer übertrifft das Vorjahr, verfehlt aber die Analystenerwartungen deutlich.

Tesla hat im ersten Quartal 2026 weltweit 358.023 Fahrzeuge ausgeliefert – ein Plus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit beendet der Elektropionier eine Phase deutlicher Rückgänge, bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück. Analysten hatten im Schnitt rund 370.000 Auslieferungen prognostiziert.
Die Tesla-Aktie reagierte vorbörslich mit einem Minus von rund vier Prozent auf die enttäuschenden Zahlen. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2025 waren die Auslieferungen noch um 13 Prozent eingebrochen. Trotz der jüngsten Erholung lieferte Tesla nun rund 29.000 Fahrzeuge weniger aus als noch Anfang 2024. Die Produktion legte unterdessen um 12,6 Prozent auf 408.386 Einheiten zu.
Modellwechsel und Musk-Kontroversen belasten
Die Schwächephase des vergangenen Jahres hatte mehrere Ursachen. Zum einen bremsten Umrüstungen der Produktionslinien für das überarbeitete Model Y den Ausstoß. Zum anderen schreckten die politischen Aktivitäten von CEO Elon Musk potenzielle Käufer ab. Musk agierte zeitweise als enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump und verantwortete ein Programm zur Kürzung von Regierungsausgaben.
Hinzu kam das Ende der US-Steuerförderung für Elektroautos in Höhe von 7.500 Dollar Ende September 2025. Das löste zwar im dritten Quartal einen Rekordabsatz durch vorgezogene Käufe aus, ließ die Nachfrage danach jedoch spürbar einbrechen.
Europa zeigt Erholungszeichen
Positiver entwickelt sich die Lage in Europa. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres stiegen die Tesla-Neuzulassungen in der EU laut Branchenverband Acea um 16,7 Prozent auf 20.941 Fahrzeuge. Das europäische Werk in Grünheide bei Berlin produziert das Model Y und bleibt ein wichtiger Pfeiler der Wachstumsstrategie.
Musk selbst betont inzwischen, die Zukunft des Unternehmens liege in autonomen Robotaxis und humanoiden Robotern – weniger im klassischen Fahrzeugverkauf. Parallel dazu brachte Tesla günstigere Varianten des Model 3 und Model Y auf den Markt, um breitere Käuferschichten anzusprechen.
