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Tech-Ausverkauf: Apple verliert 200 Milliarden Dollar an einem Tag

Cisco-Gewinnwarnung und KI-Ängste lösen massive Verkaufswelle aus. Technologiesektor unter Druck.

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Tech-Ausverkauf: Apple verliert 200 Milliarden Dollar an einem Tag

Die Technologiebörsen erlebten einen dramatischen Einbruch, nachdem Cisco Systems mit enttäuschenden Margenprognosen die Anleger verschreckte. Die rasant steigenden Kosten für Speicherchips setzen dem Netzwerkausrüster zu und dämpfen die Hoffnungen auf weiter boomende Gewinne im KI-Sektor. Besonders hart traf es Apple: Der iPhone-Konzern verlor an einem einzigen Handelstag 5 Prozent seines Börsenwerts – das entspricht 200 Milliarden Dollar.

Der Ausverkauf wurde durch wachsende Sorgen um die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt verstärkt. Die Veröffentlichung von Claude Cowork durch Anthropic schürte Ängste vor massiven Jobverlusten, was Logistik- und Transportunternehmen besonders hart traf. Mustafa Suleyman, KI-Chef von <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft, goss zusätzlich Öl ins Feuer: Er erwartet die vollständige Automatisierung der meisten Büroarbeiten innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate.

Für Apple war es der schlechteste Handelstag seit den "Liberation Day"-Zöllen von US-Präsident Donald Trump im April 2024, die damals die Märkte weltweit erschütterten. Der Kurssturz zeigt, dass selbst die wertvollsten Technologieunternehmen nicht immun gegen die aktuellen Marktturbulenzen sind.

Asiatische Märkte folgen negativem Trend

Auch in Asien dominierten die Verkäufer das Geschehen. Der MSCI-Regionalindex gab 0,8 Prozent nach, während Japans Nikkei um 0,9 Prozent fiel. Dennoch verzeichneten beide Indizes auf Wochensicht deutliche Gewinne von 3,9 beziehungsweise 5,3 Prozent. Die Anleger zeigten sich zunehmend nervös und suchten Zuflucht in defensiven Werten.

US-Staatsanleihen profitierten von der Flucht in sichere Häfen, während Gold und Silber nach schweren Verlusten eine zaghafte Erholung versuchten. Rohöl steuerte auf die zweite Verlustwoche in Folge zu. Die Märkte warten nun gespannt auf die US-Inflationsdaten, die im Tagesverlauf veröffentlicht werden.

Inflationsdaten als Wendepunkt

Analysten erwarten für Januar einen monatlichen Anstieg der Kernrate um 0,3 Prozent, was die Jahresrate von 2,7 auf 2,5 Prozent drücken würde. Ein solcher oder besserer Wert könnte der Wall Street den nötigen Impuls für eine Erholung geben. Ein "heißer" Bericht hingegen würde die Hoffnungen auf eine Zinssenkung im Juni zunichtemachen und die Renditen weiter steigen lassen.

Für deutsche Anleger stellt sich die Frage, ob der aktuelle Rücksetzer eine Kaufgelegenheit darstellt oder der Beginn einer längeren Korrektur ist. Privatanleger könnten die Kurse nahe Rekordniveau als Einstiegschance interpretieren. Die BIP-Schnellschätzung für die Eurozone im vierten Quartal könnte zusätzliche Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung liefern.

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