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Strukturprobleme bei Continental

Die IG-Metall-Chefin fordert eine Neuausrichtung, die Arbeitsplätze und Innovation fördert

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Strukturprobleme bei Continental

Im Kontext anhaltender Debatten über die Zukunft der Automobilindustrie hat die neu gewählte IG-Metall-Chefin Christiane Benner eine entschiedene Haltung gegen den Stellenabbau im Autozulieferer Continental gezeigt. Christiane Benner, die nicht nur an der Spitze der mächtigen Gewerkschaft steht, sondern auch stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende bei Continental ist, reagiert damit auf aktuelle Strukturprobleme des Unternehmens, insbesondere in der Automotive-Sparte.

Laut einer internen Umfrage des Betriebsrates gibt es signifikante Herausforderungen in der Produktion von Auto-Cockpit-Displays. Trotz der Schwierigkeiten hält Benner den voreiligen Stellenabbau oder gar den Verkauf des Geschäftsbereichs für nicht angemessen. Während ihrer Rede beim IG Metall Gewerkschaftstag in Frankfurt betonte sie: „Das Unternehmen muss wettbewerbsfähig bleiben, und wir werden nicht einfach hinnehmen, dass Arbeitsplätze abgebaut werden. Wir verlangen eine nachhaltige Strategie.“

Continental, einer der größten Autozulieferer weltweit, steht schon seit geraumer Zeit unter Beobachtung. Insbesondere Teile der Automotive-Sparte, die zuletzt nicht profitabel waren, werden kritisch betrachtet. Dennoch sind die Reifenproduktionen ein stabiles Standbein für das Unternehmen und sorgen für signifikante Gewinne. Insiderquellen zufolge gab es im Aufsichtsrat intensive Gespräche über die zukünftige Ausrichtung von Continental. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Wolfgang Reitzle, dem Aufsichtsratsvorsitzenden, dessen Amtszeit nach 15-jähriger Tätigkeit im kommenden Jahr endet. Ebenfalls im Fokus steht Aktionär Georg Schaeffler, der fast die Hälfte der Unternehmensanteile besitzt. Ihm wird nachgesagt, dass er bezüglich möglicher Umstrukturierungsmaßnahmen sehr offen ist.

In einer breiteren Perspektive betonte Benner die Notwendigkeit der Mitbestimmung der Arbeitnehmer bei unternehmensweiten Umstrukturierungen, insbesondere im Hinblick auf den Wandel zu mehr Klimaneutralität. Sie sieht es als Hauptaufgabe der Gewerkschaft an, die industrielle Produktion und damit verbundene Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Für sie steht fest, dass es nicht ausreicht, lediglich Kosten zu senken. Es muss eine proaktive und zukunftsorientierte Herangehensweise verfolgt werden. Und, so die klare Ansage der IG Metall-Chefin, sollte es notwendig werden, ist die Gewerkschaft bereit, für diese Überzeugung entschlossen zu kämpfen.

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