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Starbucks setzt auf Nachmittag: Aktie steigt 14 Prozent

CEO Brian Niccol will die umsatzschwachen Nachmittagsstunden beleben – und damit die Starbucks-Aktie nach fünf Jahren Stagnation beflügeln.

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Starbucks setzt auf Nachmittag: Aktie steigt 14 Prozent

Starbucks kämpft mit einem strukturellen Problem: Mehr als die Hälfte des Jahresumsatzes der US-Filialen – rund 12 Milliarden Dollar – wird bereits bis 11 Uhr morgens erzielt. Danach bricht die Kundenfrequenz deutlich ein, obwohl Filialen und Personal weiter im Einsatz bleiben. Diese Unwirtschaftlichkeit der Nachmittagsstunden ist das zentrale Handlungsfeld von CEO Brian Niccol.

Niccol, der als erfahrener Turnaround-Spezialist gilt, hat klare Ziele formuliert: Gelingt es ihm, die Stunden nach dem Mittagessen ähnlich produktiv zu gestalten wie den Morgenstoß zwischen 7 und 9:30 Uhr, verbessert sich die Wirtschaftlichkeit jedes einzelnen Standorts erheblich. Das würde nicht nur die Margen stärken, sondern könnte die seit fast fünf Jahren stagnierende Aktie endlich wieder antreiben.

Frühe Erfolge stimmen Anleger optimistisch

Die Investoren zeigen sich bereits ermutigt. Die Starbucks-Aktie legte in diesem Jahr um 14 Prozent zu, getragen von vielversprechenden Frühergebnissen der Turnaround-Strategie. Zuletzt verzeichnete das Unternehmen das stärkste Wachstum auf vergleichbarer Fläche in den USA seit zwei Jahren – ein Zeichen für bessere operative Umsetzung und steigende Transaktionszahlen.

Auf seinem Investorentag Ende vergangenen Monats stellte Starbucks ein Umsatzwachstum von mindestens 5 Prozent bis zum Geschäftsjahr 2028 in Aussicht. Das gibt Anlegern eine konkrete Orientierung für die mittelfristige Entwicklung des Konzerns.

Bewertung bereits ambitioniert

Die Kehrseite der Erholungsfantasie: Die Aktie handelt bereits mit einem deutlichen Aufschlag. Beim rund 37-fachen des erwarteten Gewinns liegt die Bewertung spürbar über jener von Wettbewerbern wie McDonald's oder Chipotle Mexican Grill. Analysten warnen, dass ein erfolgreicher Turnaround damit bereits weitgehend eingepreist ist.

Für deutsche Anleger, die Starbucks als globale Konsummarke beobachten, bedeutet das: Das Aufwärtspotenzial hängt entscheidend davon ab, ob Niccol die Nachmittagsstunden tatsächlich monetarisieren kann. Gelingt das, wäre die aktuelle Bewertung gerechtfertigt – scheitert die Strategie, droht Enttäuschungspotenzial.

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