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S&P 500 auf Rekordhoch: Diese 7 Aktien sind noch günstig

Während Tech-Giganten den S&P 500 auf Rekordniveau treiben, schlummern im Index noch echte Bewertungsschnäppchen mit bis zu 61 Prozent Aufholpotenzial.

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S&P 500 auf Rekordhoch: Diese 7 Aktien sind noch günstig

Der S&P 500 befindet sich auf Rekordkurs. Gestützt durch wachsenden diplomatischen Optimismus rund um den Konflikt zwischen dem Iran und den USA legte der US-Leitindex in den vergangenen drei Monaten um 8,17 Prozent zu – und allein im letzten Monat um 4,3 Prozent. Präsident Donald Trump erklärte auf Truth Social, dass die Verhandlungen mit dem Iran positive Fortschritte machten. Gleichzeitig reiste eine iranische Delegation nach Doha, um mit katarischen Regierungsvertretern über die Lage in der Straße von Hormus zu sprechen.

Die Märkte hoffen auf eine Einigung, die zur Wiedereröffnung dieser entscheidenden Schifffahrtsroute beitragen könnte. Über die Straße von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots abgewickelt – eine Entspannung dort hätte weitreichende Folgen für die globalen Energiemärkte und die Weltwirtschaft.

Rally mit ungleicher Verteilung

Die jüngste Erholung des S&P 500 kommt jedoch nicht allen Aktien gleichermaßen zugute. Ein Großteil der Gewinne wurde von großen Technologieunternehmen getragen, die mittlerweile zu sehr hohen Bewertungen gehandelt werden. Die sogenannte „Magnificent Seven" – die sieben größten Tech-Konzerne des Index – wird derzeit mit etwa dem 29-Fachen der erwarteten Gewinne für die nächsten zwölf Monate bewertet. Der breitere S&P 500 kommt im Vergleich dazu auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund dem 22-Fachen.

Einige Analysten weisen zudem darauf hin, dass für die großen Technologieunternehmen im Jahr 2026 – mit Ausnahme von Nvidia – ein langsameres Gewinnwachstum erwartet wird als für den Rest des Index. Dies wäre das erste Mal seit Beginn der KI-getriebenen Rally, dass der breite Markt beim Gewinnwachstum die Tech-Schwergewichte übertrifft.

Sieben Nachzügler mit Aufholpotenzial

In diesem Umfeld rücken Unternehmen in den Fokus, die trotz der allgemeinen Markterholung hinter dem Index zurückgeblieben sind – sei es aufgrund sektorspezifischer Herausforderungen oder schwacher Quartalsergebnisse. Solche Nachzügler könnten in den kommenden Wochen potenziell starke Erholungen verzeichnen, wenn sich die Stimmung weiter aufhellt.

Allerdings reicht es nicht aus, einfach nur gefallene Aktien zu kaufen. Anleger müssen zusätzliche Faktoren wie Bewertung, Finanzkraft und die allgemeine Qualität des Geschäftsmodells berücksichtigen, bevor sie attraktive Gelegenheiten identifizieren. Nur wer diese Kriterien sorgfältig prüft, kann echte Schnäppchen von sogenannten „Value Traps" unterscheiden – also Aktien, die günstig erscheinen, aber aus gutem Grund gefallen sind.

Mithilfe des Screeners von Investing.com wurden sieben S&P-500-Aktien identifiziert, die trotz der Erholung des breiteren Index stark gefallen sind. Diese Titel werden derzeit mit Abschlägen zwischen 27 Prozent und 61,3 Prozent gegenüber den Fair-Value-Schätzungen von InvestingPro gehandelt. Analysten sehen für diese Unternehmen ein Aufwärtspotenzial zwischen 30,8 Prozent und 61,1 Prozent.

Was bedeutet das für deutsche Anleger?

Für deutsche Privatanleger bietet die aktuelle Marktlage eine interessante Ausgangssituation. Während viele hierzulande bekannte US-Tech-Werte bereits ambitioniert bewertet sind, könnten Nachzügler im S&P 500 eine attraktive Alternative darstellen. Wichtig ist dabei, nicht blind auf gefallene Kurse zu setzen, sondern die fundamentale Qualität der jeweiligen Unternehmen genau zu prüfen.

Die Kombination aus einem freundlicheren geopolitischen Umfeld, einer möglichen Entspannung im Nahen Osten und einer Rotation weg von überbewerteten Tech-Titeln könnte in den kommenden Wochen genau jenen Nachzüglern Auftrieb geben, die bislang von der Rally abgehängt wurden. Anleger sollten die Entwicklungen rund um die Iran-Verhandlungen und die Straße von Hormus daher aufmerksam verfolgen.

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