Softbank-Aktie bricht um 7% ein: Arm enttäuscht, OpenAI unter Druck
Schwache Quartalszahlen des Chipdesigners Arm und wachsende Konkurrenz für OpenAI belasten den japanischen Technologiekonzern.

Die Aktien der SoftBank Group Corp. (TYO: 9984) erlitten am Donnerstag einen herben Rückschlag und fielen um bis zu 7% auf 3.909 Yen. Der japanische Technologiekonzern wurde gleich von mehreren Seiten unter Druck gesetzt: Schwache Quartalsergebnisse seiner wichtigsten Beteiligung Arm Holdings (Nasdaq:ARM) und verschärfte Konkurrenz für das KI-Startup OpenAI durch Google sorgten für massive Verluste.
Der britische Chipdesigner Arm, an dem Softbank eine 87,1%-Beteiligung hält, enttäuschte mit seinen Lizenzumsätzen im Dezember-Quartal. Die Arm-Aktie brach nachbörslich um 8% ein. Das Unternehmen verdient sein Geld durch Lizenzierung seiner Chip-Technologie an Branchenriesen wie Nvidia Corporation (NASDAQ:NVDA) und Apple Inc (NASDAQ:AAPL). Zusätzlich belasten schwache Smartphone-Prognosen von Qualcomm die Aussichten, da Arms Designs in nahezu allen Smartphones zum Einsatz kommen.
Verschärft wird die Lage durch steigende Speicherpreise infolge der KI-Industrie, die laut Qualcomm die Smartphone-Verkäufe dämpfen werden. Für Arm, dessen Geschäftsmodell stark vom Smartphone-Markt abhängt, ist dies eine besorgniserregende Entwicklung. Die Aktie zählt zu den größten Belastungsfaktoren für den Nikkei 225 Index, der um 1% nachgab.
Google setzt OpenAI unter Druck
Parallel dazu wachsen die Sorgen um OpenAI, in das Softbank im Dezember 40 Milliarden Dollar investiert hat. Alphabet Inc (NASDAQ:GOOGL), Googles Muttergesellschaft, präsentierte starke Quartalszahlen und kündigte ein deutlich höheres Investitionsbudget für 2026 an. Die Zahlen nähren Befürchtungen, dass Googles KI-Plattform Gemini die Konkurrenz für OpenAI weiter verschärfen wird.
Die Situation ist für OpenAI besonders heikel, da das Startup bereits mit Rentabilitätsproblemen und hohem Kapitalverbrauch kämpft. Berichte deuten darauf hin, dass Softbank erwägt, weitere große Summen in OpenAI zu investieren. Die verstärkte Konkurrenz durch einen finanzkräftigen Rivalen wie Google könnte diese Strategie jedoch zunehmend riskanter machen.
Der Kursrutsch bei Softbank fügt sich in einen breiteren Ausverkauf von Technologieaktien ein, ausgelöst durch wachsende Unsicherheit über künstliche Intelligenz und deren Auswirkungen auf die Softwarebranche. Für Investoren stellt sich die Frage, ob Softbanks aggressive KI-Wette angesichts der sich verschärfenden Konkurrenzsituation und schwächelnder Kernbeteiligungen aufgehen wird.
