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Sixt investiert in Blacklane

Deutscher Autovermieter und Berliner Chauffeurdienst planen gemeinsamen Vorstoß auf dem US-Markt

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Sixt investiert in Blacklane

Der deutsche Autovermieter Sixt steigt in den Berliner Chauffeurdienst Blacklane ein, der bereits Beteiligungen von Mercedes hat. Diese Partnerschaft zielt auf eine internationale Expansion ab. Im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde hat Sixt einen einstelligen Prozentsatz von Blacklane erworben. Dies ermöglicht es Sixt, Blacklanes Dienstleistungen in seine Buchungskanäle aufzunehmen und die Präsenz in den USA auszubauen.

Sixt, der Anteile im Wert von 34 Millionen Euro im Rahmen dieser Finanzierungsrunde erworben hat, ist nicht der Hauptanteilseigner von Blacklane. Mercedes Mobility bleibt mit rund 30 Prozent der größte Aktionär. Blacklane ist ein wachsender Anbieter von Chauffeurdiensten in gehobenen Limousinen, die teurer als herkömmliche Taxifahrten sind, aber einen höheren Service- und Zuverlässigkeitsstandard bieten.

Obwohl Blacklane teurer ist als Ride-Hailing-Dienste wie Uber oder Lyft, hat es sich auf Geschäftskunden und Airlines spezialisiert, bedient aber auch vermehrt Privatkunden. Das Unternehmen operiert in 50 Ländern und verfügt weltweit über 20.000 Fahrer, die größtenteils auf Honorarbasis arbeiten. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Blacklane einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro und war erstmals profitabel.

Blacklane plant für das kommende Jahr ein Wachstum von etwa 50 Prozent, wobei das Unternehmen Kurzstreckenflüge durch Städteverbindungen ersetzen möchte. Die Flotte soll schrittweise auf Elektrolimousinen umgestellt werden, ähnlich wie bei Sixt.

In den USA möchten Sixt und Blacklane vor allem die etablierten Anbieter Carey und Boston Coach herausfordern. Mit einer wachsenden Flotte von Sixt-Fahrzeugen in den USA, die über Blacklane-Fahrten ausgelastet werden könnten, planen sie, rund zehn Prozent des US-Mietmarktes zu erobern. Die USA sind seit 2022 der größte Einzelmarkt für Sixt. Die Expansion konzentriert sich auf die Ostküste um New York und die Westküste um Los Angeles.

Obwohl die USA ein lukrativer Markt sind, hat Blacklane keine Pläne, in den Massenmarkt der Mitfahrdienste einzusteigen. Das Unternehmen plant, seinen Fokus auf den gehobenen Chauffeurdienst zu behalten.

Der US-Mobilitätsmarkt zieht immer mehr deutsche Unternehmen an, darunter auch Flixbus, der 2021 den US-Busunternehmen Greyhound erwarb und damit zum größten Busbetreiber in den USA wurde.

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