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Singtel verkauft Thai-Energiebeteiligung für 773 Millionen Dollar

Der Erlös aus dem Teilverkauf bei Gulf Development fließt in KI-Infrastruktur und Rechenzentren.

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Singtel verkauft Thai-Energiebeteiligung für 773 Millionen Dollar

Singtel, Südostasiens größter Telekommunikationsbetreiber, hat eine Beteiligung von 2,8 Prozent an Thailands größtem Energieunternehmen Gulf Development für rund eine Milliarde Singapur-Dollar (ca. 772,9 Millionen US-Dollar) veräußert. Die Anteile wurden direkt an institutionelle Anleger verkauft. Mit der Transaktion erzielt Singtel einen Eigenkapitalgewinn von rund 140 Millionen Singapur-Dollar.

Nach dem Teilverkauf hält Singtel weiterhin eine Beteiligung von 4,95 Prozent an Gulf Development. Diese verbleibende Position wird mit etwa 1,8 Milliarden Singapur-Dollar bewertet. Thailand bleibt damit ein wichtiger Markt für den Konzern.

„Diese Veräußerung unterstreicht die konzertierten Bemühungen von Singtel zur Portfolio-Optimierung, während wir unseren disziplinierten Ansatz beim Kapitalmanagement fortsetzen", erklärte Arthur Lang, Group Chief Financial Officer von Singtel. Lang betonte zugleich, dass die Partnerschaft mit Gulf Development weiterhin stark sei.

Milliarden für KI und Rechenzentren

Der Verkauf ist Teil einer breiteren strategischen Neuausrichtung des Konzerns. Singtel erhöht seine Investitionen gezielt in Wachstumsbereiche wie Künstliche Intelligenz (KI) und Rechenzentren. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen Investitionsausgaben von rund 3 Milliarden Singapur-Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber 2,5 Milliarden Singapur-Dollar im Vorjahr.

Davon sind 1,2 Milliarden Singapur-Dollar explizit für den Ausbau von Rechenzentren und KI-Kapazitäten vorgesehen. CEO Yuen Kuan Moon erläuterte im Mai gegenüber „Squawk Box Asia" von CNBC: „1,2 Milliarden sind tatsächlich für das Wachstum in den Bereichen Rechenzentren und KI vorgesehen, was unser ‚GPU as a Service'-Angebot für die Region darstellt, insbesondere für die Bereitstellung souveräner KI-Dienste für Singapur."

Das Konzept „GPU as a Service" bezeichnet dabei die Bereitstellung von Rechenkapazitäten für KI-Anwendungen auf Mietbasis – ein Geschäftsmodell, das angesichts des globalen KI-Booms stark an Bedeutung gewinnt. Singtel positioniert sich damit als regionaler Infrastrukturanbieter für die wachsende Nachfrage nach KI-Rechenleistung in Südostasien.

Aktie unter Druck

An der Börse reagierten Anleger zunächst verhalten auf die Nachricht. Die Singtel-Aktie notierte zuletzt 1,38 Prozent tiefer bei 4,30 Singapur-Dollar. Ob der Kursrückgang auf die Transaktion selbst oder auf das allgemeine Marktumfeld zurückzuführen ist, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Für Singtel steht die Transaktion exemplarisch für einen klaren strategischen Schwenk: weg von klassischen Energiebeteiligungen, hin zu digitaler Infrastruktur. Mit dem freigesetzten Kapital will der Konzern seine Stellung als führender Anbieter von KI-Diensten und Rechenzentrumslösungen in der Region Südostasien weiter ausbauen.

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