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ServiceNow-Aktie steigt nach Bank of America Kaufempfehlung deutlich

Analysten sehen KI als Wachstumstreiber für ServiceNow – nicht als Bedrohung. Die Aktie legte am Montag rund 6 Prozent zu.

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ServiceNow-Aktie steigt nach Bank of America Kaufempfehlung deutlich

Die Aktien von ServiceNow (NOW) haben am Montag kräftig zugelegt und gehörten zu den stärksten Werten im S&P 500. Auslöser war die Wiederaufnahme der Analystenabdeckung durch die Bank of America mit einer Kaufempfehlung. Die Analysten der BofA vergaben ein Kursziel von 130 US-Dollar und erklärten, ServiceNow werde von neuen KI-Lösungen profitieren – und nicht durch diese verdrängt werden.

Der Kursanstieg von rund 6 Prozent fiel an einem insgesamt schwachen Tag für den Technologiesektor besonders auf. Viele Software-Aktien stehen seit Jahresbeginn unter Druck, da Anleger befürchten, dass der Aufstieg von KI-Tools etablierten Softwareanbietern schaden könnte. ServiceNow ist von diesem Abverkauf besonders stark betroffen: Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund ein Drittel ihres Wertes verloren, auf Sicht von zwölf Monaten sogar rund die Hälfte.

Warum KI das Geschäft beflügeln könnte

Die Bank of America argumentiert, dass das Wachstum sogenannter KI-Agenten die Nachfrage nach Verwaltungs- und Steuerungslösungen erhöhen wird. Unternehmen müssten die Fähigkeiten dieser Agenten koordinieren und begrenzen – eine Aufgabe, bei der ServiceNow nach Einschätzung der Analysten ins „Zentrum der Workflow-Orchestrierung und -Steuerung" rückt. Damit dreht die BofA das Narrativ um: Statt KI als Bedrohung zu sehen, wird sie als Wachstumskatalysator für das Unternehmen eingestuft.

Das Kursziel von 130 US-Dollar liegt noch etwas unter dem Konsens der von Visible Alpha befragten Analysten. Diese visieren im Median knapp unter 140 US-Dollar an – und die Mehrheit ist ebenfalls optimistisch für die Aktie gestimmt. Das Vertrauensvotum der BofA könnte dazu beitragen, die Stimmung rund um ServiceNow zu drehen und Anleger zu beruhigen, die zuletzt das Weite gesucht hatten.

Gegenwind durch Geopolitik und Branchensorgen

Neben den KI-Bedenken belastete ServiceNow zuletzt auch ein geopolitischer Faktor: Das Unternehmen gab in seinem jüngsten Quartalsbericht bekannt, dass der Iran-Krieg das Geschäft beeinträchtigt und den Abschluss einiger Verträge im Nahen Osten verzögert habe. Damit sieht sich ServiceNow gleich mit mehreren Gegenwindfaktoren konfrontiert.

Die breitere Softwarebranche kämpft derweil mit der Sorge, dass KI-Tools es Kunden und neuen Marktteilnehmern erleichtern könnten, eigene konkurrierende Software zu entwickeln. Dieser Druck hat in diesem Jahr zahlreiche Software-Aktien belastet. Die BofA-Analysten halten diese Befürchtungen im Fall von ServiceNow jedoch für übertrieben und sehen das Unternehmen gut positioniert, um von der KI-Welle zu profitieren.

Für deutsche Privatanleger bleibt ServiceNow ein interessanter Wert im Bereich Unternehmenssoftware. Das Unternehmen bietet Plattformlösungen für die Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen – ein Bereich, der trotz kurzfristiger Unsicherheiten langfristig als wachstumsstark gilt. Die Frage, ob KI Fluch oder Segen für etablierte Softwareanbieter ist, dürfte die Branche noch länger beschäftigen.

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