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Seriti startet Windpark im südafrikanischen Kohle-Kernland Mpumalanga

Südafrikas Bergbausektor setzt auf erneuerbare Energien: Seriti Green nimmt ersten Windpark in Betrieb – mitten im Kohle-Herzland.

• 2 Min
Seriti startet Windpark im südafrikanischen Kohle-Kernland Mpumalanga

Der südafrikanische Energiekonzern Seriti Green macht ernst mit seinem Wandel hin zu erneuerbaren Energien. Die ersten 25 Turbinen des Windparks Ummbila Emoyeni haben offiziell den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Das Projekt mit einer Kapazität von 155 MW entsteht in der Provinz Mpumalanga – dem traditionellen Kohle-Kernland Südafrikas.

Die Standortwahl ist dabei besonders symbolträchtig: Der Windpark befindet sich in Sichtweite des riesigen Kohleverflüssigungskomplexes Secunda und liegt in unmittelbarer Nähe zu drei Eskom-Kraftwerken. Eskom ist der staatliche südafrikanische Energieversorger, der das Land seit Jahren mit Strom aus Kohlekraftwerken versorgt. Dass ausgerechnet hier nun Windturbinen drehen, unterstreicht den tiefgreifenden Wandel, den die südafrikanische Energiewirtschaft durchläuft.

Präsident Cyril Ramaphosa war ebenfalls mit dem Projekt in Verbindung gebracht, was die politische Bedeutung des Vorhabens unterstreicht. Südafrika kämpft seit Jahren mit massiven Stromausfällen, den sogenannten „Load-Shedding"-Episoden, und setzt zunehmend auf private Investitionen in erneuerbare Energien, um die Versorgungslücke zu schließen.

Bergbauinnovation: Studie sieht erhebliches Potenzial

Neben dem Windprojekt rückt auch eine neue Studie zur Modernisierung des südafrikanischen Bergbaus in den Fokus. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei den untersuchten Unternehmen erheblicher Spielraum für eine Steigerung der Innovationsbeteiligung und -intensität besteht. Dr. Kgabo H. Ramoroka, Senior Research Specialist am Center for Science, Technology and Innovation Indicators, hat die Studie begleitet.

Die Erkenntnisse sind für einen der bedeutendsten Bergbausektoren der Welt relevant. Südafrika zählt zu den führenden Produzenten von Platin, Gold, Chrom und Mangan. Eine höhere Innovationsintensität könnte die Wettbewerbsfähigkeit der Branche langfristig stärken und gleichzeitig dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck des ressourcenintensiven Sektors zu reduzieren.

Energiewende im Bergbau als globaler Trend

Der Schritt von Seriti Green steht exemplarisch für einen globalen Trend: Bergbauunternehmen weltweit stehen unter wachsendem Druck, ihre CO₂-Emissionen zu senken und in saubere Energiequellen zu investieren. Dass ein Unternehmen, das tief im Kohlegeschäft verwurzelt ist, nun einen 155-MW-Windpark in Betrieb nimmt, sendet ein deutliches Signal an die gesamte Branche.

Für deutsche Investoren und Beobachter ist die Entwicklung in Südafrika aus mehreren Gründen interessant. Zum einen liefert das Land wichtige Rohstoffe für die europäische Industrie, darunter Platin für Katalysatoren und Brennstoffzellen. Zum anderen zeigt das Beispiel Seriti, wie sich traditionelle Rohstoffkonzerne strategisch neu aufstellen, um langfristig relevant zu bleiben.

Die Ereignisse rund um den Bergbausektor werden regelmäßig im Format „Resources Watch" von Creamer Media zusammengefasst, das wöchentlich die wichtigsten Entwicklungen und Akteure der globalen Bergbauindustrie beleuchtet.

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